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Barsinghausen Die Stadt stattet ihre Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten aus
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Neue Technik für mehr Sicherheit auf der Straße

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17:58 26.11.2019
Der stellvertretende Bauhofleiter Tobias Hielscher zeigt ein Fahrzeug mit dem neuen Abbiegeassistenten. Quelle: Stadt Barsinghausen
Barsinghausen

Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Die Stadtverwaltung hat drei große Nutzfahrzeuge des kommunalen Baubetriebshofes mit elektronischen Abbiegeassistenten ausgestattet. Darüber hinaus plant die Verwaltung, auch die Einsatzfahrzeuge der freiwilligen Ortsfeuerwehren in der Deisterstadt nach und nach mit solchen zusätzlichen Sicherheitssystemen zu versehen.

Vorbildfunktion der Stadt

Mit diesem Schritt will die Stadt nach Angaben von Bürgermeister Marc Lahmann eine Vorbildfunktion wahrnehmen. Im Juli hatte der Verwaltungsausschuss auf Antrag der SPD-Fraktion einen entsprechenden politischen Beschluss gefasst. Innerhalb weniger Wochen sei es nun gelungen, die drei größten städtischen Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht von jeweils mehr als 3,5 Tonnen mit Abbiegeassistenten auszurüsten.

Tobials Hielscher, stellvertretender Leiter des kommunalen Baubetriebshofes, beziffert die Investitionskosten auf rund 10.000 Euro. Zwar habe er sich mehrfach um Fördermittel des Bundes für dieses Projekt bemüht, dennoch müsse die Stadt Barsinghausen allein die gesamten Kosten tragen. „Zwei Förderprogramme, die jeweils rund fünf Millionen Euro umfassten, waren innerhalb weniger Tage ausgeschöpft“, erklärt der stellvertretende Bauhofleiter weiter. Barsinghausen sei in beiden Fällen nicht zum Zug gekommen.

82500 Euro im Haushalt

In einem weiteren Schritt will die Stadt sukzessive auch die großen Feuerwehrfahrzeuge aus dem Stadtgebiet mit elektronischen Abbiegeassistenten sicherheitstechnisch aufrüsten. Laut Edgar Jülke vom Fachdienst Ordnungs- und Verkehrswesen sind im Haushalt 2020 insgesamt 82.500 Euro dafür veranschlagt, um 25 Einsatzfahrzeuge mit der neuen Technik ausstatten zu können. Sobald der Haushalt genehmigt ist, solle mit der Umsetzung begonnen werden.

Dabei stehen der Stadtverwaltung nach Einschätzung von Jülke zwei Alternativen offen: Entweder die gesamte Maßnahme innerhalb eines Jahres umsetzen, oder auf einen längeren Zeitraum von drei Jahren strecken. „In diesem Fall kann die Ausrüstung mit Abbiegeassistenzsystemen auch gefördert werden“, betont der Feuerwehr-Experte aus dem Rathaus.

Initiative von Round Table

Die Initiative zur Ausrüstung der städtischen Fahrzeuge geht nach Aussage von Marc Lahmann auf mehrere Seiten zurück. Der Round Table habe bereits vor einigen Jahren die Aktion „Raus aus dem toten Winkel“ gestartet. „Zudem haben auch die Parteien dieses Thema aufgegriffen“, erklärt der Verwaltungschef.

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Von Frank Hermann

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