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Barsinghausen Neuer Aufzug soll Mitte November in Betrieb gehen
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Barsinghausen: Neuer Aufzug soll Mitte November in Betrieb gehen

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15:12 09.10.2019
Noch steht der Aufzug am Bahnhof still, voraussichtlich Mitte November wird die sanierte Anlage wieder in Betrieb genommen. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Monteure einer Fachfirma mit Hauptsitz in Österreich haben damit begonnen, den seit rund eineinhalb Jahren defekten Aufzug am ASB-Bahnhof zu erneuern. Voraussichtlich Mitte November soll die sanierte Anlage nach Angaben der Stadtverwaltung wieder in Betrieb gehen. Dann können auch Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer sowie andere Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Tunnel unter der Gleisstrecke nutzen, ohne die steile Treppe bewältigen oder Umwege über den Bahnübergang in Kauf nehmen zu müssen.

Monteur Norbert Hajner von einer Fachfirma aus Österreich erneuert die Aufzuganlage am ASB-Bahnhof. Quelle: Frank Hermann

Feuchtigkeit und Rost haben dem 15 Jahre alten Aufzug immer wieder stark zugesetzt, zu technischen Störungen und vielen Reparaturen geführt. Hinzu kamen Vandalismusschäden, die ebenfalls ständige Ausfallzeiten zur Folge hatten. Zuletzt musste die Stadtverwaltung einzelne Türen des Aufzuges sperren, und seit dem Frühjahr 2018 steht die marode Anlage komplett still.

Weil eine Reparatur nach Einschätzung von Fachleuten nicht mehr möglich war, entschied sich die Stadt für den Einbau eines neuen Liftes. Eine erste öffentliche Ausschreibung dieser Arbeiten blieb ohne Erfolg: Keine einzige Firma gab ein Angebot für die Erneuerungsarbeiten am Aufzug ab. Erst das zweite Verfahren mit einer beschränkten Ausschreibung brachte ein Ergebnis – mit der Auftragsvergabe an das österreichische Unternehmen Flügel & Klement, das mit einem Büro in Hannover vertreten ist.

Mittlerweile haben Experten für Aufzugstechnik mit den rund 130.000 Euro teuren Erneuerungsarbeiten am ASB-Bahnhof begonnen. Die Monteure Norbert und Erik Hajner demontieren derzeit die defekten und verrotteten Teile der Anlage aus dem Jahr 2004. „Türen und Schrauben waren extrem verrostet. Einige Metallteile an der Fahrerkabine müssen wir ebenfalls austauschen“, erläutert Hajner. Darüber hinaus erneuern die Monteure wesentliche Elemente in der Elektrik, um die Steuerung auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.

Feuchtigkeit ein großes Problem

Als großes Problem für den künftigen Betrieb sieht Hajner den permanenten Wassereintritt und die Feuchtigkeit im Untergeschoss der Anlage. „Da muss die Stadt eine Lösung finden, sonst kommt es über kurz oder lang wieder zu Ausfällen“, betont der Fachmann.

Noch steht der Aufzug am Bahnhof still, voraussichtlich Mitte November wird die sanierte Anlage wieder in Betrieb genommen. Quelle: Frank Hermann

Sowohl die Firma als auch die Stadtverwaltung hoffen auf einen Abschluss der Bauarbeiten bis Ende Oktober. „Wenn alle Bauteile rechtzeitig angeliefert werden“, schränkt Norbert Hajner ein. Anschließend muss der TÜV die neue Anlage noch prüfen und abnehmen, „sodass der Aufzug wahrscheinlich Mitte November in Betrieb genommen werden kann“, kündigt Stadtsprecher Benjamin Schrader an.

Lange Umwege vermeiden

Zuvor lässt die Deutsche Bahn vom 25. bis 29. Oktober den Übergang Am Buchhorn wegen Gleisbauarbeiten sperren. Bahn und Stadtverwaltung prüfen noch, ob die geplante Sperrung des Bahnübergangs Am Buchhorn auf Autofahrer beschränkt werden kann und Fußgänger weiterhin den Überweg benutzen können. Eine Entscheidung sei in den nächsten Tagen zu erwarten.

Sollte dies nicht möglich sein, entfiele für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen die steile Treppe am Tunnel nicht nutzen können, eine Ausweichstrecke. Bei einer Sperrung blieben nur lange Umwege über die Hannoversche oder die Rehrbrinkstraße, um von der Süd- auf die Nordseite der Gleisstrecke zu kommen und umgekehrt.

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Von Frank Hermann

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