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Barsinghausen Notfallbetreuer üben dramatische Rettung nach Busunglück
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Notfallbetreuer absolvieren Planspiel im ASB-Bahnhof

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08:00 23.07.2019
Die Führungskräfte der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung haben erfolgreich ihre Zusammenarbeit geübt. Quelle: Privat
Barsinghausen

Bei größeren Unglücksfällen und Katastrophen in der Region Hannover ist es mit den reinen Rettungsarbeiten häufig nicht getan. Oft müssen Opfer, Hinterbliebene und auch beteiligte Einsatzkräfte hinterher betreut und unterstützt werden. Diese Aufgabe übernehmen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (AG) Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) der Region Hannover. In der AG sind vor allem Vertreter verschiedener Hilfsorganisationen, Notfallseelsorger und der Regionsbehörde zusammengeschlossen.

In einem Planspiel haben Führungsmitglieder der PSNV jetzt im Barsinghäuser ASB-Bahnhof das Zusammenspiel trainiert. Das dafür entworfene Übungsszenario war für alle Beteiligten fordernd: Ein Reisebus mit 69 Fahrgästen ist an einer Autobahnauffahrt von einem Lastwagen gerammt worden. Es gab einen sogenannten Massenanfall von Verletzten, wie eine solche Situation von den Einsatzkräften genannt wird. Die Mitglieder der AG Psychosoziale Notfallversorgung wurden mit den Rettungskräften mitalarmiert, um sich um die psychosoziale Unterstützung aller Beteiligten zu kümmern.

Übung soll wiederholt werden

14 Teilnehmer waren bei dem ersten Planspiel dieser Art mit von der Partie, darunter Vertreter des ASB und des DRK und zwei Notfallseelsorger. Am Ende sprachen alle Mitwirkenden von einer erfolgreichen Übung, die in ähnlicher Form unbedingt wiederholt werden solle. Alle hätten „viele Informationen und positive Erfahrungen mit nach Hause genommen“, berichtet ASB-Sprecher Gordon Ohlendorf.

Das Planspiel wurde organisiert und geleitet von den ASB-Mitarbeitern Nadine und Jörg Brockhoff, die zuvor vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu Ausbildern in der Psychosozialen Notfallversorgung geschult worden waren. Zum Dank für die Teilnahme hat der ASB allen bei dem Planspiel vertretenen Organisationen einen Karton mit Teddybären geschenkt. Diese stammen aus einer Spendenaktion der Firmen Klosterquell Hofer und Edeka.

Kuscheltiere als Seelentröster

Die Kuscheltiere werden in Einsätzen genutzt, wenn Kinder traumatische Erlebnisse verarbeiten müssen. „Die Teddys spenden Trost und geben die Möglichkeit, jemanden festzuhalten und mit ihm zu kuscheln“, sagt Nadine Brockhoff, Leiterin des Kriseninterventionsteams des ASB. Besonders im vergangenen Jahr sei dieses Team zu mehreren Einsätzen in Kindergärten und Grundschulen gerufen worden – so zum Beispiel in die Barsinghäuser Adolf-Grimme-Grundschule, nachdem am Vortag die Leiche einer ermordeten jungen Frau auf dem Schulgelände gefunden worden war. „Da ist es gut, Teddybären als Seelentröster dabei zu haben“, sagt Brockhoff.

Die verschiedenen Kriseninterventionsteams in der Region Hannover sind alle ehrenamtlich tätig. Sie stehen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bereit, um traumatisierten Betroffenen zu helfen.

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Von Andreas Kannegießer

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