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Barsinghausen Osterstraße: Findlinge sorgen für Verzögerungen beim Umbau
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Osterstraße: Findlinge sorgen für Verzögerungen beim Umbau

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19:27 11.07.2019
Bauleiter Geylani Adsiz (links) und der städtische Projektleiter Fabian Legros zeigen einige der Findlinge, die mit schwerem Gerät aus dem Untergrund der Osterstraße herausgehoben werden mussten. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Beim Umbau der Osterstraße in der Barsinghäuser Innenstadt deuten sich die ersten Verzögerungen im Zeitplan an. Grund dafür sind nach Mitteilung der Stadtverwaltung zahlreiche Findlinge und größere Sandsteine, die im Untergrund der Osterstraße liegen und die Bauarbeiter massiv behindern. „Ja, es wird einen leichten Zeitverzug geben“, sagt Projektleiter Fabian Legros vom städtischen Fachdienst Tiefbau.

Rund eineinhalb Monate nach dem Baustart ist der neue Regenwasserkanal an der Südseite der Fahrbahn fertiggestellt. Bisher war das Regenwasser unter der Straße in zwei unterschiedlichen Kanälen abgeleitet worden. „Die werden umgelegt“, sagt Legros. Künftig werde es nur einen Hauptkanal geben. Derzeit sind die Tiefbauer auf der Nordseite der Fahrbahn damit beschäftigt, die Hausanschlüsse zu den Wohn- und Geschäftsgebäuden zu erneuern. Und dabei ist es in den vergangenen Tagen immer wieder zu Problemen gekommen, weil schwere Steine im Weg lagen. Die mehrere Zentner schweren Findlinge mussten mithilfe von Baggern aus dem Untergrund gehoben werden. „Bei einem Stein hat das so gerade eben noch geklappt“, berichtet Bauleiter Geylani Adsiz. Der Bagger habe sich an seiner Leistungsgrenze bewegt.

Rohre führen um Findling herum

Ein Felsbrocken ist mit mindestens 1,50 Meter Länge und rund einem Meter Breite so massiv, dass das Tiefbauunternehmen keine Chance sah, ihn mit vertretbarem Aufwand beiseite zu räumen. „Wir haben ihn im Untergrund belassen“, sagt Legros. Stattdessen mussten die Rohre für die Hausanschlüsse um den Findling herumgelegt werden. Um das Problem zu lösen, seien zwei benachbarte Anschlüsse verbunden und im Gehwegbereich zusammengeführt worden, sagt der Projektleiter.

In der Osterstraße sind die Bauarbeiter derzeit dabei, die neuen Hausanschlüsse auf der Fahrbahnnordseite herzustellen. Quelle: Andreas Kannegießer

Bei den Arbeiten im Untergrund haben die Bauarbeiter schon zwei Schadstellen in der Trinkwasserleitung entdeckt, die zunächst behelfsmäßig abgedichtet wurden. Der Austausch der Trinkwasserleitung ist der nächste Schritt im Bauablaufplan. Die neue Wasserleitung werde auf der Nordseite der Osterstraße unter den Gehweg verlegt, berichtet Legros. „Dann ist es einfacher, an die Leitung heranzukommen, wenn mal ein Leck auftritt.“

Grundstücke bleiben erreichbar

Auch wenn in den nächsten Wochen der Schacht für die neue Wasserleitung ausgehoben wird, sollen die Anlieger weiterhin ihre Grundstücke mit Fahrzeugen erreichen können, wie der Projektleiter betont. Lediglich kurze Unterbrechungen von ein oder zwei Tagen seien möglich. „Auch Fußgänger können die Osterstraße während der gesamten Bauzeit passieren.“

Erst wenn die erfahrungsgemäß besonders zeitintensiven Arbeiten im Untergrund erledigt sind, wenden sich die Bauarbeiter der Neugestaltung der Fahrbahn und der Gehwege in der Osterstraße zu. Das gesamte Projekt ist in zwei Abschnitte gegliedert: Derzeit laufen die Arbeiten im oberen, der Fußgängerzone zugewandten Teil der Straße. Erst wenn dort die Neugestaltung komplett abgeschlossen ist, wenden sich die Arbeiter dem unteren Straßenteil bis hin zur sogenannten Wittkop-Kreuzung zu.

Die Fahrbahn der Osterstraße wird schmaler ausgebaut als bisher, stattdessen gibt es mehr Platz für Fußgänger und parkende Fahrzeuge auf sogenannten Mehrzweckstreifen. Gehwege, Mehrzweckstreifen und die Fahrbahn sind nach dem Umbau nahezu höhengleich – so, wie es sich auch in der Bahnhofstraße bewährt hat. Das Gesamtprojekt – so lautet noch immer das Ziel der Verwaltung – soll möglichst in den ersten Wochen des nächsten Jahres fertiggestellt sein.

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Von Andreas Kannegießer

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