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Barsinghausen Pferde vermitteln trauernden Kindern wieder Freude
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Pferde vermitteln den Kindern wieder Freude

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16:37 31.05.2019
Kinder aus der Fuchsbau-Trauergruppe und der Wallach Grandioso nähern sich an. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Begegnungen mit Pferden wirken sich auf trauernde Kinder und Jugendliche überaus positiv aus – diese Erfahrungen haben die Fuchsbaugruppen im ambulanten Hospizdienst Aufgefangen gesammelt. Nach einer einjährigen Unterbrechung kann der Fuchsbau jetzt seine tierische Trauerbegleitung für die jungen Leute wieder aufnehmen: Dank einer neuen Zusammenarbeit mit zwei Pferdebesitzerinnen aus Poggenhagen, die künftig regelmäßig das Lebenshaus an der Hinterkampstraße besuchen wollen.

Kinder suchen schnell Kontakt

Janina Littmann und Sabrina Stüdemann kamen am Dienstag zum ersten Mal mit Wallach Grandioso und Ponystute Nanni in den Lebenshausgarten. Schnell suchten die Fuchsbaukinder den Kontakt zu den Tieren – zum Streicheln, Schmusen, Liebkosen und natürlich, um auf den Rücken der Pferde zu steigen. Zwar handelt es sich bei Grandioso und Nanni nicht um ausgebildete Therapiepferde. „Aber sie sind den Umgang mit Kindern gewohnt. Die beiden lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, sondern nehmen mit viel Gelassenheit die ganze Aufregung der Jungen und Mädchen hin“, erläuterte Janina Littmann.

Erster Kontakt zwischen den Kindern aus der Fuchsbautrauergruppe und der Ponystute Nanni. Quelle: Frank Hermann

Nach Einschätzung von Fuchsbauleiterin Erika Maluck profitieren die trauernden Kinder und Jugendlichen im hohen Maß vom Kontakt zu den Pferden. Die jungen Leute fühlten sich in ihrem emotionalen Schmerz von den Tieren im doppelten Wortsinn getragen. „Sie spüren die Wärme und die Geborgenheit, wenn sie auf dem Rücken der Pferde sitzen oder ihnen über die Mähne streichen. Bei solchen Begegnungen kommen die Kinder regelrecht aus sich heraus und können endlich wieder Freude haben“, betont Maluck.

Zuletzt habe der Fuchsbau auf eine Trauerbegleitung mit Pferden allerdings verzichten müssen, weil die bisherigen Besitzer solcher Tiere wegen eines Umzuges nicht mehr zur Verfügung standen. Nun sei die einjährige Unterbrechung jedoch vorüber, weil Littmann und Stüdemann mit ihren Tieren künftig mehrmals im Jahr in den Lebenshaus-Garten kommen wollen – um alle Fuchsbautrauergruppen besuchen zu können.

Fuchsbau betreut 44 trauernde Kinder

Derzeit gibt es vier solcher Gruppen unter dem Fach des ambulanten Hospizdienstes. Der Fuchsbau betreut 44 trauernde Kinder und Jugendliche, sowohl in den Gruppentreffen als auch in Einzelbetreuungen.

Kinder aus der Fuchsbautrauergruppe und der Wallach Gradioso nähern sich an. Quelle: Frank Hermann

Passend zur Begleitung mit lebendigen Pferden hat der Fuchsbau auch zwei neue Holzpferde als Spende erhalten. „Darauf können die Kinder herumturnen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Eine tolle Sache“, sagt Maluck, die sich bei den Sponsoren Karsten Heimann und der Firma Mein Holzpferd für die Unterstützung bedankte. Bettina Liebe, Mutter eines Fuchsbaukindes, hatte den Kontakt zu den Sponsoren hergestellt.

Auskünfte zur Fuchsbautrauerbegleitung für junge Menschen gibt es auf der Internetseite aufgefangen.de, nach einer E-Mail an Fuchsbau@aufgefangen-ev.de sowie per Telefon unter (0173) 73 63 533.

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Von Frank Hermann

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