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Barsinghausen Runder Tisch will zuerst Probleme rund um die Pflege bearbeiten
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Barsinghausen: Runder Tisch will zuerst Probleme rund um die Pflege bearbeiten

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19:50 28.01.2020
Die Mitglieder des Runden Tischs Gesundheit nehmen sich des Themas Pflegeversorgung an (von links): Erster Stadtrat Thomas Wolf, Jan Thielke (Diakonie Sozialstation), Hausarzt Carsten Rädisch, Henning Schwahn (Kassenärztliche Vereinigung), Susanne Zeitz (Fachdienstleiterin), Silvia Gröbing (Sozialdienst Klinikum Gehrden), Saskia Diedrichs (Region Hannover), Stefanie Scheidler (Stadt Barsinghausen), Silke Priebe (Region Hannover) und Inge Schomacker (Pflegestützpunkt Calenberger Land). Quelle: Stadt Barsinghausen
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Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen hat einen Runden Tisch für Themen rund um die Bereiche Gesundheit und Pflege ins Leben gerufen. Erstes Ziel der neuen Institution ist es, alle im Pflegebereich tätigen Organisationen und Unternehmen besser miteinander zu vernetzen. Bei der Pflege bestehe derzeit der größte Handlungsbedarf im Stadtgebiet, sagt der Erste Stadtrat Thomas Wolf.

„Wir verstehen uns als Moderator für Diskussionen und Maßnahmen rund um die gesundheitliche Versorgung in Barsinghausen“, erläutert Wolf. Der Runde Tisch Gesundheit geht zurück auf eine Initiative aus dem Kommunalen Präventionsrat Barsinghausen und der dortigen Vertreter der Ärzteschaft zum Thema Gesundheitsprävention. „Schnell kamen wir darauf, dass wir die Probleme der gesundheitlichen Angebote in Barsinghausen in einem anderen Gremium bearbeiten“, berichtet Wolf. Nach einigen Überlegungen hat die Stadtverwaltung daraufhin den Runden Tisch Gesundheit einberufen. Mit am Tisch sitzen nun unter anderem Vertreter der Stadtverwaltung, der Ärzteschaft, der Pflegeanbieter in der Deisterstadt, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Region Hannover. „Die große Resonanz und das Bedürfnis nach mehr Austausch haben uns Recht gegeben, ein solches Gremium zu begründen“, sagt Fachdienstleiterin Susanne Zeitz. Bei einer ersten Zusammenkunft ging es vor allem um das Thema der haus- und fachärztlichen Versorgung am Deister.

Pflegeplätze sind schwer zu finden

Nach Wolfs Worten ist aber schnell deutlich geworden, dass das Thema Pflegeversorgung aktuell drängender ist. „Vor allem Kurzzeitpflegeplätze, aber auch stationäre Langzeitplätze sind in Barsinghausen schwer zu finden“, berichtet der Erste Stadtrat. Dabei stehe Barsinghausen den absoluten Versorgungszahlen nach im Vergleich mit anderen Kommunen noch recht gut da.

Bei der zweiten Sitzung des Runden Tisches hat sich das Gremium ein konkretes Ziel gesetzt: Die Stadt möchte mit allen Pflegedienstanbietern im Stadtgebiet ins Gespräch kommen, „damit wir uns zunächst auch untereinander besser kennen lernen“, wie Wolf betont. In Barsinghausen gibt es derzeit sechs stationäre Seniorenpflegeeinrichtungen und etwa neun Anbieter von ambulanten und Tagespflegeleistungen. Im Laufe des ersten Halbjahres solle eine Veranstaltung zum Thema Pflege ausgerichtet werden. „Alle Mitglieder des Runden Tisches Gesundheit möchten bei der Vorbereitung mitarbeiten“, sagt Fachdienstleiterin Zeitz. Es gelte, diese Dynamik zu nutzen „für die Menschen in Barsinghausen, die auf Pflegedienstleistungen angewiesen sind“.

Auch das Thema ärztliche Versorgung will der Runde Tisch jedoch nicht aus dem Blickfeld verlieren. Die Möglichkeiten der Kommune, darauf einzuwirken, seien beschränkt, sagt Wolf. Praxisplätze würden von der Kassenärztlichen Vereinigung vergeben. „Aber wir können ein gutes Klima für ansiedlungswillige Mediziner schaffen“, sagt Wolf. Das könne beispielsweise mit Beratungsleistungen gelingen – so, wie sie etwa auch die städtische Wirtschaftsförderung ansiedlungswilligen Betrieben anbiete.

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