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Barsinghausen SPD und CDU streiten über Wasserwerk-Neubau
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: SPD und CDU streiten über Wasserwerk-Neubau

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18:11 08.06.2019
Die Technik im Grundwasserwerk Eckerde ist marode, die Aufbereitungskapazität reicht nicht aus. Im Rat gehen die Meinungen darüber auseinander, wer für Verzögerungen bei der Neubauplanung verantwortlich ist. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen/Eckerde

Die Verzögerungen beim Neubau des maroden Grundwasserwerks Eckerde werden von den Ratsfraktionen von CDU und SPD sehr unterschiedlich bewertet. Während die Sozialdemokraten Bürgermeister Marc Lahmann als Verantwortlichen für die Verzögerungen anprangern, betonen die Christdemokraten die Bedeutung einer gründlichen Planung angesichts der langjährigen Konsequenzen der Entscheidung.

SPD: Wasser darf nicht wirtschaftlichen Interessen dienen

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Reinhard Dobelmann erinnert daran, dass der Rat bereits vor zwei Jahren die Grundsatzentscheidung für den Neubau des Wasserwerks getroffen habe. „Anstatt sich für die zügige Umsetzung des Ratsbeschlusses einzusetzen, zögert der Bürgermeister den dringend erforderlichen Baubeginn ständig hinaus“, kritisiert der SPD-Chef. Mal sei die Technik in Zweifel gezogen worden, dann ein Naturschutzgebiet ins Feld geführt oder die Sanierung im Bestand ins Spiel gebracht worden. Sobald die jeweiligen Gedankenspiele durch teure und zeitaufwendige Gutachten widerlegt seien, komme Lahmann „mit der nächsten Idee um die Ecke“. Nun solle eine Kooperation mit der Purena her. Dieses Unternehmen, so Dobelmann, sei aus wirtschaftlichen Gründen an den Wasserrechten der Stadtwerke interessiert, „um unser Wasser überörtlich zu vermarkten“. Das Barsinghäuser Wasser solle nicht zum Spielball wirtschaftlicher Interessen eines Großkonzerns werden, meint der Sozialdemokrat. „Die vom Bürgermeister angefachte Diskussion um eine Kooperation mit Purena ist daher überflüssig und zu den Akten zu legen.“ Sie diene allein dazu, die endgültige Entscheidung weiter zu verschleppen, „während zügiges Handeln geboten ist“.

Auch die Christdemokraten wollen über den Neubau des Wasserwerks „zeitnah entscheiden“, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Gerald Schroth betont. Die Stadt binde sich mit dieser Entscheidung allerdings für Jahrzehnte, deshalb gelte „Sorgfalt vor schnellen Entscheidungen“. Schroth erinnert daran, dass der Rat in seiner Sitzung im Juni 2017 nicht nur die Vorbereitung der Ausschreibung für ein neues Wasserwerk, sondern auch die Aufnahme von Gesprächen mit interessierten Versorgern über einen Verkauf von überschüssigem Wasser beschlossen habe. Ein Verkauf der Stadtwerke sei in diesem Beschluss nicht vorgesehen, betont Schroth. „Die CDU-Fraktion würde einem Verkauf der Stadtwerke Barsinghausen auch nie zustimmen.“

CDU kritisiert „populistische Falschdarstellung

Allerdings sei eine Zusammenarbeit mit anderen Wasserversorgern eine wichtige Voraussetzung, um die Versorgungssicherheit mit Wasser in Barsinghausen zu gewährleisten. Laut Schroth geht es dabei darum, für kritische Systeme eine Redundanz zu schaffen. An anderer Stelle werde das interkommunale Zusammenarbeit genannt, „die ja immer wieder eingefordert wird“. Der Christdemokrat verweist darauf, dass die Stadt Barsinghausen selbst Anteilseignerin der Avacon AG und die wiederum Mutterunternehmen der Purena sei. Das von der SPD an die Wand gemalte Szenario der Purena als privatwirtschaftliches Unternehmen sei „eine populistische Falschdarstellung und dient ausschließlich zur Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger“. Die Stadtwerke müssten derzeit zwischen drei geeigneten Wasseraufbereitungsverfahren für das neue Werk wählen. Wenn in diesem Entscheidungsprozess kritische Fragen gestellt würden, sei dies „wichtig und richtig“, bekräftigt Schroth.

Von Andreas Kannegießer

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