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Barsinghausen Seit 50 Jahren begeistert Gerd Köhler Kinder für den Handball
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Barsinghausen: Seit 50 Jahren begeistert Gerd Köhler Kinder für den Handball

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17:00 13.08.2019
Kinder und Jugendliche für den Handballsport begeistern: Dieses Ziel verfolgt Gerd Köhler (hinten Vierter von links) seit 50 Jahren. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Sommer 1969: Kurz vor seinem Abitur beginnt der damals 19-jährige Gerd Köhler mit der Trainings- und Betreuungsarbeit für junge Nachwuchshandballer. Fünf Jahrzehnte und viele Tausend Spiele an der Seitenlinie später denkt Köhler noch nicht ans Aufhören – jedenfalls nicht, solange er keinen adäquaten Nachfolger für seine leidenschaftliche Jugendförderung im Handball-Verein Barsinghausen (HVB) gefunden hat.

Der Spaß gehört immer dazu: Gerd Köhler im Jahr 2009 mit einer Trainingsgruppe. Quelle: Archiv (Jörg Zehrfeld)

Etliche Spielergenerationen durchliefen in den vergangenen 50 Jahren die Handballschule von Gerd Köhler. Zunächst beim TSV Anderten und seit 1984 in Barsinghausen beim TSV sowie beim HVB. Köhler stieg schon früh in die Trainerausbildung ein; erwarb als 26-Jähriger die C- und später die B-Lizenz. „Mich hat damals der Handball-Virus schnell gepackt. Erst als aktiver Spieler und dann als Trainer“, sagt der seit 2015 pensionierte Grundschullehrer.

Stark in der Ausbildung

Die Vereine in Anderten und in Barsinghausen machten sich schnell einen guten Namen für ihre Ausbildung im Kinder- und Jugendbereich, jeweils unter tatkräftiger Mithilfe von Köhler. Sportliche Erfolge seiner Teams sah der Trainer auch als Form der Selbstbestätigung für seine gute Arbeit. Mittlerweile sei es für ihn viel wichtiger, überhaupt Jungen und Mädchen an den Handballsport heranzuführen.

„Heutzutage haben viele Kinder kein Körperbewusstsein. Die Motorik ist erschreckend unterentwickelt und das Wahrnehmungsvermögen stark eingeschränkt“, erklärt der Experte. Sein persönlicher Antrieb als Handballtrainer und -betreuer sei es auch nach 50 Jahren, Kinder für den Sport zu begeistern und eine Basis für Leistungsfähigkeit zu schaffen. Dazu hat Köhler unter anderem den Samstagssport in der Glück-Auf-Halle, die Handball-AGs an den Barsinghäuser Schulen sowie die Grundschulliga initiiert.

Gerd Köhler zusammen mit Kindern aus der Grundschulliga. Quelle: Archiv (Frank Hermann)

Auf diese Weise fänden Kinder auf spielerische Art den Einstieg in einen vielseitigen Sport mit einer großen Bandbreite von Bewegungen. Köhler schwärmt von „seinem“ Sport: Handball trainiere die Auge-Hand-Koordination als wichtige Voraussetzung für die körperliche Entwicklung.

Sprung in die Bundesliga

Als ausgebildetem Pädagogen sei es ihm gelungen, den Spaß am Sport zu wecken und die Kinder quasi „wachzuknipsen“, wie Gerd Köhler es nennt. Um dieses Ziel zu erreichen, habe er in den 50 Jahren stets neue Ideen für Trainingsinhalte entwickelt – und damit im Kinder- und Jugendhandball einige Impulse gegeben: „Das hätte ich mir in den Anfangsjahren nicht träumen lassen.“ Einige seiner Schützlinge schafften sogar den Sprung in die erste und zweite Bundesliga – zum Beispiel Nationalspieler Timo Kastening (Recken Hannover), Till Herrmann (Frischauf Göppingen), Lukas Schieb (Eintracht Hildesheim), Tina Wagenlader (Füchse Berlin) oder Mieke Düvel (Buxtehuder SV).

Im Gespräch mit einem ehemaligen Schützling: Gerd Köhler und Nationalspieler Timo Kastening von den Recken aus Hannover. Quelle: Archiv (Frank Hermann)

Nach und nach will Köhler, der im Jahr 2020 seinen 70. Geburtstag feiert, kürzer treten und Aufgaben in verschiedenen Bereich abgeben. Stets habe er großen Wert darauf gelegt, junge Trainer und Betreuer aus dem eigenen Sportlerkreis heranzubilden und in die Verantwortung einzubinden. Ohne diese nachhaltige Ausrichtung wäre das Personaltableau schnell ausgezehrt – „denn es wird immer schwieriger, Helfer zu finden“, sagt der Trainer mit 50-jähriger Erfahrung.

Und wenn eines Tages der adäquate Nachfolger beim HVB gefunden ist, will sich auch Gerd Köhler aus dem Sportbetrieb zurückziehen.

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