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Barsinghausen Stadt fällt kranke Bäume im Park und in der Fußgängerzone
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Stadt lässt abgestorbene und kranke Bäume fällen

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17:23 30.10.2019
Die beiden Goldakazien am Thie sollen weichen, weil sie mit ihren Wurzelausläufern die Pflasterflächen und die Entwässerungsrinne an diesem zentralen Platz schädigen. Als Ersatz werden Ginkgobäume gepflanzt. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Extreme Trockenheit, Krankheiten und der Befall mit Borkenkäfern haben auch dem Baumbestand im Barsinghäuser Stadtgebiet zugesetzt. Laut Rainer Bernsdorff vom kommunalen Fachdienst Tiefbau gehören mittlerweile Erlen, Birken, Ebereschen, Lärchen, Fichten sowie Hain- und Rotbuchen zu den stark gefährdeten Baumarten. Aus Sicherheitsgründen stehe die Stadtverwaltung in der Pflicht, kranke und abgestorbene Bäume zeitig zu fällen – und möglichst durch Ersatzpflanzungen mit robusten Baumarten zu ersetzen.

Erhebliche Trockenschäden

In der Sitzung des Bauausschusses sprach Bernsdorff am Dienstagabend von zunehmenden Baumschäden im Stadtgebiet wegen der lang anhaltenden Trockenphasen in den Sommermonaten 2019 und 2018. Sogar die bislang eher unproblematischen und robusten Baumarten wie Hainbuchen zeigen nach Angaben des Experten erhebliche Trockenschäden: „Ein Teil wird absterben.“

Als „stark zunehmendes Schadbild seit dem Frühjahr 2019“ bezeichnete Bernsdorff die sogenannte Buchenkomplexkrankheit. Viele Bäume, die im Juni noch voll belaubt waren, zeigten im September deutliche Trockenschäden. Zu beobachten seien zudem schwarze nässende Stellen, absterbende Rinde, Wipfeldürre, Pilzbefall sowie eine erhöhte Bruchgefahr.

Stadt betreut rund 19000 Bäume

Ähnliche Schäden seien auch von Erlen und Birken bekannt. Wieviel Bäume tatsächlich abgestorben sind und gefällt werden müssen, lasse sich noch nicht mit Sicherheit abschätzten. „Wir hoffen, dass etliche Bäume durch die Herbstfeuchte eine Revitalisierung erhalten und im kommenden Frühjahr neu austreiben“, betonte der Fachmann. Bis zu 19000 Bäume im öffentlichen Raum der Stadt Barsinghausen habe der Fachdienst zu betreuen. Für 2020 erwartet Bernsdorff „einen erheblichen Baumpflegebedarf“.

Mehrere Bäume seien jedoch abgestorben und müssten vor allem aus Sicherheitsgründen weichen. „Wir richten unser Augenmerk ganz besonders darauf, dass keine Menschen durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste zu Schaden kommen“, so Rainer Bernsdorff in der Ausschusssitzung. So lässt der Fachdienst zum Beispiel 25 tote Lärchen und Birken auf der Nordseite des Zechenparkes hinter dem Feuerwehrhaus und der Kulturfabrik Krawatte fällen.

Ginkgos als Ersatz am Thie

Verschwinden sollen zudem zwei Goldakazien am Thie inmitten der Barsinghäuser Fußgängerzone – allerdings sind die Bäume nicht krank oder abgestorben, sondern deren Wurzelausläufer schädigen laut Bernsdorff die Pflasterflächen und die Entwässerungsrinne an diesem zentralen Platz. Als Ersatz seien Ginkgobäume vorgesehen. „Diese Bäume wachsen schlank in die Höhe und sind sehr trockenresistent“, erläuterte der Fachmann.

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Von Frank Hermann

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