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Barsinghausen Stadt richtet einen neuen Waldkindergarten ein
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Barsinghausen: Stadt richtet einen neuen Waldkindergarten ein

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18:06 07.01.2020
Sie schlagen die ersten Pflöcke für den neuen Waldkindergarten Unter den Eichen ein: Malte Großestrangmann (von links, Freilichtbühne), Ernst Wildhagen, Claudius Reich und Thomas Wolf. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

In eigener Trägerschaft will die Stadt Barsinghausen einen neuen Waldkindergarten mit 15 Betreuungsplätzen für Jungen und Mädchen einrichten. Ein ausrangierter Zirkus- oder Bauwagen soll als Unterschlupf dienen und seinen Standort auf dem ehemaligen Festplatz Unter den Eichen erhalten. Sowohl die Deister-Freilichtbühne als auch der Tierschutzverein, zwei unmittelbare Nachbarn des künftigen Waldkindergartens, haben ihre Bereitschaft für eine Zusammenarbeit mit dem Projekt signalisiert.

Auf dieser oberen Fläche des ehemaligen Festplatzes soll der künftige Waldkindergarten einen ausrangierten Zirkus- oder Bauwagen als Unterschlupf aufstellen. Quelle: Frank Hermann

Innerhalb des kommunalen Nothilfeplans zur kurzfristigen Schaffung zusätzlicher Kinderbetreuungsplätze entwickelte die Stadtverwaltung nach Angaben des Ersten Stadtrates Thomas Wolf unter anderem die Idee, auch einen neuen Waldkindergarten zu gründen. „Solch ein Projekt wäre unkompliziert und ohne Neubauten zu realisieren. Außerdem gibt es einen großen Bedarf speziell für solche naturnahen Betreuungsangebote unter freiem Himmel“, erläutert Wolf. Bislang gibt es zwei Waldkindergärten in der Stadt Barsinghausen – die Deisterwiesel am Bullerbachtal sowie die ebenfalls neue Gruppe in Göxe.

Beschäftigungsinitiative richtet Wagen her

Voraussichtlich noch im Januar will Fachdienstleiter Claudius Reich gemeinsam mit Matthias Bartels, Leiter der Barsinghäuser Beschäftigungs-Initiative (BBI), einen geeigneten Zirkus- oder Bauwagen mit Dämmung und Gasheizung für den neuen Waldkindergarten anschaffen. BBI-Mitarbeiter sollen den Wagen anschließend zur Anlaufstelle für die Kinder und Betreuer herrichten. Seinen festen Standort erhält der Wagen auf einem Teilstück des ehemaligen Festplatzes Unter den Eichen.

„Drei oder vier mögliche Standorte am Waldrand haben wir und angesehen, aber diese Lösung gefällt uns am besten. Zumal wir mit unserem Vorhaben beim Tierschutzverein und der Freilichtbühne als unmittelbare Nachbarn auf offene Ohren gestoßen sind“, sagt der Erste Stadtrat Wolf. Beide Vereine seien bereit, ihre eigenen Häuser bei schlechtem Wetter als Rückzugsorte mit sanitären Einrichtungen für die Kinder und deren Betreuer zur Verfügung zu stellen. „Bei Bedarf stellen wir auch Material über den Tierschutz zur Verfügung“, kündigt Ernst Wildhagen, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins, an.

Natur ist der Gruppenraum

Im Regelfall halte sich die Gruppe jedoch weder in den Vereinshäusern noch im ausgebauten Wagen auf, sondern unter freiem Himmel im Wald. „Die Natur ist der Gruppenraum. Dieses pädagogische Konzept wollen wir mit unserer eigenen Einrichtung unterstützen, zumal immer mehr Eltern ganz gezielt diese Betreuungsform für ihre Kinder wünschen“, erläutert Fachdienstleiter Claudius Reich.

Ein weiterer Vorteil: Das Landesjugendamt erlaubt künftig eine tägliche Betreuungszeit in Waldkindergärten von 8 bis 14 Uhr – und damit eine Stunde mehr als bislang. „Perspektivisch wären noch längere Öffnungszeiten wünschenswert, damit auch die Waldkindergärten eine Ganztagesbetreuung anbieten können“, sagt Reich.

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Von Frank Hermann

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