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Barsinghausen Stadt sucht bis zu 60 neue Betreuungskräfte
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Barsinghausen: Stadt sucht bis zu 60 neue Betreuungskräfte

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13:25 31.10.2019
Sie stellen die Kampagne für die Anwerbung zusätzlicher Erzieher und Sozialassistenten in den neuen Betreuungseinrichtungen vor: Anke Schwark (von links), Claudius Reich, Bürgermeister Marc Lahmann und Benjamin Schrader. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Auf der Suche nach zusätzlichen Erziehern und Sozialassistenten für sechs neue Kindergärten und Krippen rührt die Stadtverwaltung jetzt kräftig die Werbetrommel. Bis zu 60 qualifizierte Kräfte will die Stadt im Frühjahr 2020 neu einstellen, um die personelle Ausstattung für die künftigen Betreuungseinrichtungen gewährleisten zu können. Mithilfe einer groß angelegten Werbekampagne startet die Verwaltung nun eine Betreuungsoffensive, damit sich möglichst viele Bewerber auf die freien Stellen melden.

Große Herausforderung

Bürgermeister Marc Lahmann und Claudius Reich, Leiter des Fachdienstes für Kinderbetreuung, sprechen von einer großen Herausforderung. „Derzeit beschäftigen wir 130 Erzieher und Sozialassistenten in unseren kommunalen Betreuungseinrichtungen. Künftig brauchen wir bis zu 190 Fachkräfte, wenn die neuen Kindergärten und Krippen im Jahr 2020 hinzukommen“, erläutert Reich. Dieser Personalbedarf erfordere enorme Anstrengungen – zumal die Stadt darüber hinaus auch Personal ersetzen muss, das aus den bestehenden Einrichtungen demnächst in den beruflichen Ruhestand wechselt.

Außerdem steht die Stadt Barsinghausen bei der Aquise von Fachkräften in Konkurrenz zu anderen Kommunen. „Wir sind nicht allein auf der Suche nach Erziehern und Sozialassistenten. Etliche Städte und Gemeinden brauchen ebenfalls mehr Betreuungspersonal“, sagt Anke Schwark, Leiterin des Fachdienstes Personal im Barsinghäuser Rathaus.

Attraktiver Arbeitgeber

Nach Einschätzung von Claudius Reich gilt die Deisterstadt als attraktiver Arbeitgeber für Fachpersonal in der Kinderbetreuung. „Bei uns gibt es in diesem Bereich sehr wenig Fluktuation. Das zeigt: Unsere Mitarbeiter fühlen sich wohl an ihrem Arbeitsplatz“, betont der Fachdienstleiter.

Weil Plätze für die Kinderbetreuung in der Deisterstadt fehlen, hat die Verwaltung einen Nothilfeplan für den Bau weiterer Tagesstätten und Krippen bis zum Frühjahr 2020 aufgelegt. Damit will die Stadt zusätzliche Betreuungsplätze schaffen. Neues Fachpersonal sucht die Verwaltung insbesondere für die geplanten Einrichtungen neben der Astrid-Lindgren-Schule in Kirchdorf mit 80 Kindern, an der Bert-Brecht-Schule und auf dem Gelände des Schwimmclubs Barsinghausen am Nachtigallweg (jeweils 50 Kinder), für den Kindergarten im Kirchdorfer Gemeindehaus Arche mit 20 Kindern, für den Waldkindergarten mit 15 Kindern sowie für die Krippe an der Wilhelm-Heß-Straße mit 30 Kindern.

Interesse bei Erziehern wecken

Eine groß angelegte Werbekampagne soll jetzt auf die freien Personalstellen aufmerksam machen und das Interesse von Erziehern oder Sozialassistenten wecken. Zu dieser Kampagne gehören 20 großflächige Banner an zentralen Kreuzungsbereichen und an den Ausfallstraßen. Außerdem hat die Verwaltung zehn Dienstwagen sowie einen Linienbus mit auffälliger Werbung bekleben lassen.

In einem weiteren Schritt ab Anfang 2020 sei vorgesehen, direkt an den Schulen für Erzieher und Sozialassistenten in Hannover um neue Fachkräfte zu werben. Zudem seien zusätzliche Werbebanner in den Straßenbahnen der Landeshauptstadt vorgesehen.

„Mit dieser Kampagne wollen wir im Straßenbild auffallen und mögliche Interessenten dazu bringen, sich für die offenen Stellen zu bewerben. Ich glaube schon, dass diese offensive Strategie erfolgreich sein wird“, sagte Bürgermeister Marc Lahmann.

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