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Barsinghausen Barsinghausen sagt Weihnachtsdorf ab
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Stadtmarketingverein sagt Weihnachtsdorf ab

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10:40 10.11.2020
Abgesagt: Das Weihnachtsdorf in Barsinghausen findet in diesem Jahr nicht statt. Quelle: Frank Hermann (Archiv)
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Barsinghausen

Eine wirkliche Überraschung ist es nicht: Barsinghausen hat das Weihnachtsdorf auf dem Thie abgesagt. Dazu hat sich der Stadtmarketingverein in Absprache mit der Stadtverwaltung wegen der stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen entschieden. „Die Entscheidung, auf das Weihnachtsdorf zu verzichten, ist uns nicht leicht gefallen“, sagt Hendrik Mordfeld, der Vorsitzende von Unser Barsinghausen. Ein Festhalten an der Traditionsveranstaltung wäre aus seiner Sicht wie auch nach Einschätzung der Verwaltungsspitze aber mit zu großen Risiken verbunden gewesen.

Eigentlich sollte das Weihnachtsdorf am Montag nach Totensonntag, also am 23. November, eröffnen und fünfeinhalb Wochen bis zum 30. Dezember dauern. Es wäre das erste Weihnachtsdorf gewesen, das der Stadtmarketingverein ausgerichtet hätte. Nachdem sich die Interessengemeinschaft (IG) Weihnachtsdorf im Frühjahr aufgelöst hatte, erklärte sich der Barsinghäuser Stadtmarketingverein bereit, die Organisation für das Weihnachtsdorf zu übernehmen.

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Infektionslage verändert sich ständig

In den vergangenen Tagen hatte es mehrere Gespräche im Vereinsvorstand, mit den Standbetreibern und der Stadtverwaltung gegeben. Dabei ging es vor allem darum, das Risiko abzuschätzen und das bisher ausgearbeitete Hygienekonzept an die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Als logische Konsequenz der Entwicklungen der vergangenen Tage blieb am Ende nur die Absage des Weihnachtsdorfes. „Angesichts der immer noch steigenden Infektionszahlen und damit des Sieben-Tage-Inzidenzwertes ist diese Entscheidung aus meiner Sicht absolut nachzuvollziehen“, betont Bürgermeister Marc Lahmann.

Zugleich habe er großes Verständnis dafür, dass die sich beständig verändernde Rechtslage auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten für die Standbetreiber ein Risiko darstelle. „Auch wir wissen nicht, wie sich die Infektionslage und damit einhergehend auch die Einschränkungen verändern werden“, macht der Verwaltungschef deutlich. Binnen Tagen könne dadurch jedes neu erarbeitete Konzept über den Haufen geworfen werden.

Fortsetzung in 2021

Der Bürgermeister zeigte sich ebenso wie Stadtmarketing-Chef Mordfeld von der endgültigen Absage enttäuscht. „Das Weihnachtsdorf hätte ein wenig Weihnachtsgefühlt transportieren und uns das letzte Stück Normalität retten können“, sagte Mordfeld. Bei aller Enttäuschung über den Ausfall in diesem Jahr richtete er bereits den Blick auf 2021. „Wir hoffen natürlich darauf, dass wir dann diese Traditionsveranstaltung fortsetzen können.“

Von Jennifer Krebs