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Barsinghausen Städtische Kindergärten: Das Ziel sind drei Betreuungskräfte
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00:18 10.02.2019
Die Stadt Barsinghausen will den Betreuungsschlüssel in ihren Kindergärten und Krippen nach und nach deutlich verbessern. Quelle: Archiv (dpa)
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Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen will das Personal in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen in der nächsten Zeit aufstocken. Schon im Etat für das Jahr 2019 sind fünf zusätzliche Stellen eingeplant. Ziel ist es, mittelfristig für alle Kindergartengruppen drei Betreuungskräfte vorzuhalten, wie Fachdienstleiter Claudius Reich am Mittwochabend in der Sitzung des städtischen Sozialausschusses erläuterte.

Fast überall in Deutschland macht sich der Fachkräftemangel auch schon bei Erzieherinnen und Sozialassistentinnen für die Kinderbetreuung bemerkbar. „Alle Träger sitzen im selben Boot“, betonte Reich. Die Stadt Barsinghausen habe in der Vergangenheit die ausgeschriebenen Stellen aber noch stets besetzen können. Nach Reichs Worten gibt es bei der Stadt zurzeit 42 Stellen für Erzieherinnen und 47 Stellen für Sozialassistentinnen, die als Zweitkraft in den Bretreuungsgruppen arbeiten. Bei diesen Zahlen handelt es sich um sogenannte Vollzeitäquivalente (VZÄ). Weil viele Betreuungskräfte in Teilzeit arbeiten, teilen sich insgesamt 115 Personen diese 89 Stellen. Rechnerisch seien derzeit nur 2,7 Stellen unbesetzt, erläuterte der Fachdienstleiter. Routinemäßig schreibe die Stadt alle zwei Monate Stellen für Betreuungskräfte aus – auch um etwa schwangere Erzieherinnen oder Assistentinnen zu ersetzen, die nach der Diagnose ihre Betreuungsarbeit sofort beenden müssen.

Die Zahl der Krankheitstage beim Barsinghäuser Kindergartenbetreuungspersonal ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – von durchschnittlich 17 im Jahr 2016 über 24 im Jahr 2017 auf durchschnittlich 26 im vergangenen Jahr. Nach Reichs Worten liegt Barsinghausen damit immer noch deutlich unter den Werten benachbarter Kommunen. In Wennigsen liege die Zahl durchschnittlicher Fehltage bei etwa 30, in der Landeshauptstadt Hannover im Schnitt sogar bei 40 pro Betreuungskraft und Jahr. Im Vergleich dazu fehlen die Angestellten in der Barsinghäuser Verwaltung laut Reich im Schnitt 20 Tage im Jahr krankheitsbedingt, die Beamten sogar nur an zwölf Tagen im Jahr.

Um die Fehlzeiten beim Betreuungspersonal auszugleichen, benötige die Stadtverwaltung rechnerisch neun Vollzeitstellen für Erzieherinnen und rund 7,5 Sozialassistentinnenstellen, rechnete Reich den Ausschussmitgliedern vor. Mit dem jetzigen Personalbestand sei die Arbeit an bestimmten Konzepten – etwa zur Sprachförderung – in einigen Einrichtungen gefährdet, erläuterte Reich. Deshalb hat die Verwaltung nun begonnen, die Zahl der Stellen im Betreuungsbereich aufzustocken. Über die im Budget 2019 finanzierten fünf Stellen hinaus sollen demnächst acht Stellen für Sozialassistentinnen geschaffen werden. Laut Reich sind diese acht Stellen Teil des sogenannten Qualitätssteigerungs- und Entwicklungskonzeptes (QEK), das die Verwaltung derzeit als Reaktion auf die aktuell gute Finanzlage vorbereitet. Derzeit sei die Stadt Barsinghausen noch

Mithilfe von Springerkräften, die gerade nicht anderweitig benötigt werden, können derzeit einzelne Gruppen in den Einrichtungen von drei Kräften betreut werden. „Insgesamt sind wir aber noch lange nicht bei der dritten Betreuungskraft“, betonte Reich. Erst wenn die QEK-Kräfte eingestellt und die weiteren gewünschten Stellen besetzt seien, wäre dieses Ziel erreicht, wie der Fachdienstleiter erläuterte.

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Von Andreas Kannegießer

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