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Barsinghausen Straßenbau: Stadt plant zusätzliche Millionenprojekte
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Barsinghausen: Straßenbau: Stadt plant zusätzliche Millionenprojekte 

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16:03 29.11.2019
Die Stadt Barsinghausen will zusätzliche Millionen in den nächsten Jahren in den Straßenbau investieren – so wie hier in der Bahnhofstraße. Quelle: Andreas Kannegießer (Archiv)
Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen plant für die nächsten beiden Jahre ein umfangreiches Investitionsprogramm im Bereich Straßen- und Brückensanierung. Die Kommune will für die Straßeninfrastruktur im nächsten Jahr rund 9,9 Millionen Euro ausgeben, im Jahr 2021 sollen weitere zehn Millionen folgen. Das Problem: Das Mammutprogramm kann mit dem bisherigen Mitarbeiterstamm im Fachdienst Tiefbau gar nicht bewältigt werden. Die Stadtverwaltung will für deshalb drei zusätzliche Ingenieure einstellen. Ob es tatsächlich gelingen wird, die dringend benötigten Mitarbeiter zu gewinnen, ist aber ungewiss. Insbesondere in den technischen Bereichen leidet die Stadtverwaltung schon seit Jahren unter Personalmangel.

Der städtische Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend das erweiterte Straßenbaupaket und die Schaffung dreier zusätzlicher Stellen einstimmig beschlossen. Das letzte Wort hat formal der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 5. Dezember.

Otto-Backhaus-Straße wird erneuert

Das Investitionsprogramm der Stadt Barsinghausen in die Straßen war schon ambitioniert, bevor in jüngster Zeit mit der Grundsanierung der Otto-Backhaus-Straße, der Knickstraße und des Straßenzuges Lohrere/Am Landgarten noch drei zusätzliche Millionenprojekte aufgenommen worden sind. Der Grund dafür: Der Stadtentwässerungsbetrieb plant in den drei Straßenzügen die Erneuerung von Regenwasserleitungen. Damit nicht binnen weniger Jahre zweimal umfangreiche Bauarbeiten ausgeführt werden müssen, will sich die Stadtverwaltung gleich anschließen und die maroden Straßen grunderneuern lassen.

Die Erneuerung der Otto-Backhaus-Straße ist für 2020 geplant und soll nach Schätzungen der Stadtverwaltung rund 1,3 Millionen Euro kosten. Für das Jahr 2021 strebt die Verwaltung die Erneuerung der Knickstraße in der Kernstadt und des Straßenzuges Lohrere und Am Landgarten in Bantorf an. Für die beiden recht langen Straßen rechnet die Kommune mit Kosten von jeweils etwa 2,2 Millionen Euro.

Darüber hinaus sind für das nächste Jahr rund 20 weitere mittlere und größere Tiefbauvorhaben geplant. Zu den ehrgeizigsten Projekten gehören der erste und zweite Bauabschnitt für den barrierefreien Umbau zahlreicher Siedlungsstraßen im Siedlungsgebiet nördlich der Bahn. Die Stadt plant dafür rund 2,6 Millionen Euro im Haushalt ein. An den Kosten beteiligen sich Bund und Land mit Zuschüssen aus dem Städtebausanierungsprogramm Soziale Stadt. Ein weiteres für 2020 geplantes Millionenprojekt ist der Umbau von Mittelstraße und Dedenser Straße in Ostermunzel im Zuge des Dorferneuerungsprogramms. Eingeplant sind rund zwei Millionen Euro. Auch dafür erhält die Stadt Barsinghausen Landeszuschüsse.

Ingenieure sind knapp

Zudem stehen 2020 etliche seit langem geplante und teilweise mehrfach verschobene Baumaßnahmen an. Dazu gehören der Neubau der Brücke über die Wassermühlenstraße in Wichtringhausen und die Sanierung des Heckenweges in der Kernstadt. Auch der von der Politik beschlossene Neubau eines Fußweges am Nordrand der Berliner Straße ist für das nächste Jahr vorgesehen.

Tiefbaufachdienstleiter Michael Dettmann berichtete dem Bauausschuss, dass sein Fachdienst derzeit über sechs Ingenieurstellen verfüge, von denen fünf besetzt seien. Zur Betreuung der Bauprojekte wären rechnerisch im nächsten Jahr sogar knapp elf Stellen und 2021 knapp zehn Stellen notwendig, rechnete Dettmann vor. Das gelte auch, wenn die Planung für die neuen Bauvorhaben an Ingenieurbüros fremdvergeben werde, betonte der Fachdienstleiter. „Wir können auch keine der Maßnahmen verschieben.“

Die Ratsfraktionen stimmten der Erweiterung des Stellenplanes zu und votierten gleichzeitig dafür, 225.000 Euro zusätzliche Personalkosten für die drei Stellen im neuen Haushaltsplan zu verankern.

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Von Andreas Kannegießer

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