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Barsinghausen Verkehrsprobleme und beschädigte Wege beschäftigen viele Egestorfer
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Verkehrssituation beschäftigt viele Egestorfer

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12:46 24.09.2019
Problem Schmiedestraße: Marc Lahmann hört zu. Quelle: Stephan Hartung
Egestorf

Dass es viele Themen gibt, die die Egestorfer bewegen, zeigte sich schon bei der Bürgersprechstunde. Zweieinhalb Stunden stand Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann den Bewohnern im Gebäude der örtlichen Feuerwehr Rede und Antwort – eine halbe Stunde länger als vorgesehen. Und anschließend folgte noch ein Ortsrundgang, um sich einige Problemzonen anzuschauen, was weitere zwei Stunden dauerte. Günter Gottschalk, Mitglied des Egestorfer Ortsrats, nahm es mit Humor. „Für einen Ort von der Größe von Egestorf müsste man vermutlich noch mehr Zeit in Anspruch nehmen.“

Es geht um die klassischen Themen

Manche Straßen und Radwege im 8000-Einwohner-Ortsteil sind in einem schlechten Zustand, beispielhaft nahmen Lahmann und die rund 30 Teilnehmer den Steinradweg unter die Lupe. Außerdem gibt es gefährliche Ecken im Straßenverkehr für Autofahrer und Fußgänger – dazu zählen die Einmündung der Nienstedter Straße in die Wennigser Straße, der Bereich zwischen Egestorfer Kreisel und Stoppstraße und die Schmiedestraße. Letztere ist oft zugeparkt und dabei ohnehin sehr schmal – das führt bei sich begegnenden Fahrzeugen dazu, dass manche Autofahrer einfach auf den Fußweg ausweichen. Auch die schlechte Ausleuchtung von Straßen und Wegen zwischen Egestorf und Kirchdorf war ein Thema.

Viele Probleme hörte sich der Bürgermeister an, ließ seine Verwaltungsmitarbeiter Notizen machen. „Das nehmen wir mal mit und schauen es uns genauer an.“ Jedoch musste Lahmann manchmal auch deutlich machen, dass der Stadt der Hände gebunden sind – beispielsweise wenn es um die Entschärfung so mancher Gefahrenstelle geht durch eine von den Anwohnern geforderte Ausweisung von Tempo 30 oder dem Einbau von Verkehrsberuhigungen. Eben bei Landesstraßen wie der Wennigser Straße nicht möglich. „Das wird das Land nicht erlauben“, sagte Lahmann und betonte, „dass man schon eine hohe Gefährdung nachweisen müsste“.

Mehr Parkplätze für Fußballfans

Weitaus einfacher dürfte eine Umsetzung möglich sein im Bereich des Sportplatzes an der Ammerke. Immer wieder kommt es rund um die Anlage zu Engpässen an Parkplätzen, wenn die Erste Herren von Germania Egestorf/Langreder ihre Fußballheimspiele austrägt. Zur Diskussion steht, den Schulhof der Ernst-Reuter-Schule nur für den Zeitpunkt der Heimspiele als zusätzlichen Parkplatz auszuweisen. „Ich könnte mir eine Dauergenehmigung vorstellen“, sagte der Bürgermeister.

Bürgermeister arbeitet Stadtteile rückwärts ab

Abgesehen von den Monaten im Herbst und Winter besucht Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann regelmäßig die Ortsteile – inklusive der Kernstadt sind es 18. Jeweils einmal pro Monat kommt Lahmann zu Besuch und unternimmt einen Rundgang plus vorheriger Bürgersprechstunde. „Und das alles nach einem System, nämlich das Alphabet rückwärts“, berichtet der Bürgermeister und lacht. Im vergangenen Jahr begann er in Winninghausen. Mittlerweile hat er sich von hinten nach vorn vorgearbeitet. Im Mai war er in Hohenbostel, im Juni in Groß Munzel, im Juli in Großgoltern und im August in Göxe. Nun folgte im September mit Egestorf die zweitgrößte Ortschaft von Barsinghausen. Im Oktober bildet der Rundgang in Eckerde den Abschluss für 2019. Im nächsten Jahr sind dann Barrigsen, die Kernstadt Barsinghausen sowie Bantorf an der Reihe. hg

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Von Stephan Hartung

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