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Barsinghausen Der Ex-Club von 96-Profi Weydandt bekommt 50.000 Euro
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Weydandts Ex-Club bekommt 50.000 Euro

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22:35 24.09.2019
DFL-Direktor Andreas Nagel (links) übergibt Sportfreunde-Vorsitzendem Peter Wolfram die Urkunde. Quelle: Mirko Haendel
Landringhausen

Hendrik Weydandt wird wohl auf ewig – oder zumindest solange die Sportfreunde Landringhausen (SFL) noch existieren – einen Ehrenplatz bei seinem Stammverein bekommen. Der Vereinstreue des Profifußballers von Hannover 96 haben es die Sportfreunde zu verdanken, dass in diesem Jahr ein ziemlich warmer Geldregen auf sie niederprasselte.

Sportfreunde bekommen über 50.000 Euro

Am 25. September 2018 debütierte Weydandt als Lizenzspieler im Spiel gegen die TSG Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga. Der Landringhäuser trat als Fünfjähriger bereits im Jahr 2000 den örtlichen Sportfreunden bei und kickte bis zum Ende seiner A-Jugendzeit 2013 in der Jugendspielgemeinschaft Groß Munzel/Landringhausen.

Basierend auf einem Verteilungsschlüssel überwiesen der Deutsche Fußballbund (DFB) und die Deutsche Fußballliga (DFL) aus einem gemeinsamen Topf zur Ausbildungsentschädigung bereits über 50.000 Euro auf das Konto seines Stammvereins. Am vergangenen Donnerstag besuchten zudem Michael Novak, ehemaliger PR-Leiter der DFL sowie der ehemalige 96-Keeper und amtierende DFL-Direktor Andreas Nagel das Vereinsgelände der Sportfreunde und überreichten der Vereinsführung eine Urkunde. Mit dieser dankt die DFL dem Verein für dessen „herausragender Förderung“ des jetzt 24-jährigen Fußballers.

Zwei weitere Vereine profitieren

Neben den Sportfreunden Landringhausen und dem TSV Groß Munzel, wo Weydandt eine Saison in der Kreisliga kickte, profitiert auch der 1. FC Germania Egestorf/Langreder von dessen Aufstieg in den Profibereich. Der TSV stehen laut Verteilungsschlüssel etwas über 5000 Euro, der Germania etwa 16.000 Euro zu. „Hendrik Weydandt hat mit seinem Wechsel in die Bundesliga eine Zahlung in Höhe von insgesamt 78.000 Euro ausgelöst. Das ist schon ein außergewöhnlich hoher Betrag“, betonte Nagel bei der Übergabe.

Weydandts ehemaliger Jugendtrainer Jan Riechardt nannte dem DFL-Direktor anschließend Weydandts Gründe, dem Dorffußball solange die Treue gehalten zu haben: „Hendrik hätte bereits früher mehrfach die Möglichkeit gehabt, zu Hannover 96 zu wechseln. Doch zum einen war unsere Kameradschaft hier wirklich richtig gut, und zum anderen bestanden seine Eltern darauf, dass er erst einmal seinen Schulabschluss macht.“

Der gemeinsame Fußballnachwuchs freut sich über den Geldsegen, während DFL-Direktor Andreas Nagel (hinten, Zweiter von links) SFL-Vorsitzendem Peter Wolfram die Urkunde überreicht. Quelle: Mirko Haendel

SFL-Vorsitzender Peter Wolfram wusste eine Anekdote zu Weydandts erstem Einsatz im Profifußball zu berichten. Für die erste Mannschaft der „Roten“ lief der Landringhäuser erstmals am 25. August gegen den SV Werder Bremen auf – damals noch als Amateurspieler. Weydandt erzielte nur eine Minute nach seiner Einwechslung das Tor zur 1:0-Führung (Endstand 1:1). „Es war gerade Stadtfest“, erinnerte sich Wolfram. „Hendrik wollte eigentlich auf ein Bier vorbeigucken. Doch als sich rumgesprochen hatte, dass er gegen Bremen gespielt und sogar ein Tor erzielt hatte, konnte er nicht ein Bier in Ruhe trinken. Er musste allen möglichen Menschen erzählen, wie er das Spiel erlebt hat.“

Kleiner Verein – großer Geldsegen

57.000 Euro für gut 200 Mitglieder: Die Sportfreunde Landringhausen wollen das Weydandt-Geld laut ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Dennis Wolff nutzen, um in die Zukunft des Vereins zu investieren. „Auch die nächste Generation soll etwas davon haben“, sagt Wolff. Die Richtlinien von DFB und DFL besagen, dass die zugewendeten Beträge von den Vereinen vorrangig für Zwecke der Nachwuchsarbeit im Fußball verwendet werden sollen.

Doch wie zukunftsträchtig sind Investitionen in Gelände und Gebäude bei einem Verein, der seit Längerem ums Überleben kämpft und nur noch eine eigene Fußballmannschaft (Alte Herren) unterhält? „Unsere Fußballsparte kooperiert seit Jahren mit dem TSV Groß Munzel. Daher überlegen wir im Vorstand natürlich schon, ob wir nicht auch in Groß Munzel investieren“, erklärt Wolff.

Ein Teil der Summe solle allerdings für die Sanierung der Sportanlage in Landringhausen (kleines Clubheim, ein Fußballplatz) verwendet werden. Man werde die Flutlichtanlage reparieren, den Fußballplatz auf Vordermann bringen und das Clubhaus, wo ein Teil der Sanitäranlagen modernisiert werden muss, sanieren. „Und wir planen eine vernünftige Weihnachtsfeier für die Kinder“, betont der stellvertretende Vorsitzende.

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Von Mirko Haendel

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