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Barsinghausen Wilhelm-Heß-Straße: Ampel schafft endlich mehr Sicherheit
Umland Barsinghausen Wilhelm-Heß-Straße: Ampel schafft endlich mehr Sicherheit
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16:33 13.11.2018
Bürgermeister Marc Lahmann (von links), Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann und Projektleiter Rajeh Romhein nehmen die Ampel offiziell in Betrieb. Quelle: Andreas Kannegießer
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Barsinghausen

Die Anlieger im Neubaugebiet nördlich der Wilhelm-Heß-Straße sind endlich am Ziel: Der neue, ampelgesicherte Fußgängerüberweg wenige Meter östlich der Einmündung der Worthstraße ist am Dienstag offiziell freigegeben worden. Die Ampel soll insbesondere für Schulkinder und Senioren eine sichere Möglichkeit zum Überqueren der viel befahrenen Landesstraße schaffen.

Bürgermeister Marc Lahmann betätigte symbolisch den Einschaltknopf der Lichtsignalanlage, deren Bau sich deutlich länger hingezogen hatte als gewünscht. Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann erinnerte daran, dass es bereits im Sommer 2014 einen ersten Ortstermin mit zahlreichen Anliegern an der Wilhelm-Heß-Straße gegeben hatte. Allerdings ließ sich der von den Anwohnern vehement geforderte gesicherte Überweg nicht so einfach durchsetzen: Zuständig für die Landesstraße ist die Niedersächsische Straßenbaubehörde, die sich mit einer schnellen Zustimmung schwer tat – offenbar auch deshalb, weil bei Verkehrszählungen die in den einschlägigen Normen geforderte Anzahl der Fußgänger nicht erreicht worden ist.

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Letztlich stimmte das Straßenbauamt unter der Bedingung zu, dass die Stadt Barsinghausen sämtliche Kosten für den Überweg und die Ampelanlage trägt. Auch nach der Grundsatzentscheidung und der Ausschreibung der Bauarbeiten im Spätherbst 2017 gab es noch diverse Hürden zu überwinden: So wurde lange an der notwendigen Vereinbarung zwischen Stadt und Landesstraßenbaubehörde über den Bau gefeilt. Und es habe Nachforderungen der Behörde gegeben, berichtete Bürgermeister Marc Lahmann. So habe ein Modul zur verkehrsgesteuerten Regelung der Ampel integriert werden müssen. Ein Sensor registriert dabei die Verkehrsdichte auf der Wilhelm-Heß-Straße. Die Daten werden von der Steuerung ausgewertet und können dazu führen, dass die Ampel bei Staus erst mit Verzögerung auf Grünlicht für Fußgänger umschaltet.

Im Normalbetrieb reagiert die sogenannte Bedarfsampel sehr zügig, wenn Fußgänger die Anforderungstaste betätigen. Die Ampel ist auch für die Unterstützung von Menschen mit Sehschwächen ausgelegt: Ein Tonsignal zeigt an, wann der Überweg freigegeben ist, zudem können Betroffene die Grünphase durch einen Druck auf eine spezielle Taste verlängern. Die Ampel hat nach Angaben der Stadtverwaltung insgesamt rund 70.000 Euro gekostet, davon entfallen 15.000 Euro auf die Planung und 5000 Euro auf die zusätzliche Sensorsteuerung.

„Nun sind wir froh, dass die Ampel endlich in Betrieb ist“, sagte Lahmann. Die Stadtverwaltung sei guten Mutes, dass in Zukunft eine reibungslosere Kooperation mit der Straßenbauverwaltung gelinge. Nach Dettmanns Worten ist die Ampel an der Wilhelm-Heß-Straße die vierte im Stadtgebiet, für deren Betrieb die Stadt selbst verantwortlich zeichnet. Die anderen drei stehen an der nördlichen Entlastungsstraße in Kirchdorf, an der Kapellenstraße in Langreder und an der Kaltenbornstraße. Für alle anderen Anlagen seien die übergeordneten Straßenbaulastträger zuständig, hieß es.

Rajeh Romhein vom Fachdienst Tiefbau (links) und Bürgermeister Marc Lahmann setzen die neue Fußgängerampel in Betrieb. Quelle: Andreas Kannegießer

Von Andreas Kannegießer

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