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Barsinghausen Wladimir Kaminer sorgt für Lachsalven
Umland Barsinghausen Wladimir Kaminer sorgt für Lachsalven
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16:35 28.04.2019
Der Autor Wladimir Kaminer stellt im Schulzentrum sein neues Buch "Die Kreuzfahrer" vor. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Barsinghausen

Im Schulzentrum Am Spalterhals haben die Zuschauer am Sonnabendabend bereits nach den ersten Minuten mit Wladimir Kaminer laut gelacht. Der russische Autor stellte vor ausverkauftem Saal sein neues Buch „Die Kreuzfahrer“ vor und plauderte zudem fröhlich über seine Familie. Der bekannte Schriftsteller berichtete, er habe bisher zu jedem seiner Familienmitglieder ein Buch geschrieben und könne nun den Unterschied zwischen den Generationen genau aufzeigen. „Die Jüngeren können alles und wollen nichts tun. Und die Älteren wollen alles, aber können nichts mehr“, spitzte Kaminer zu.

Wortwitz kommt in Barsinghausen an

Die freche und scharfzüngige Art von Kaminers Kurzgeschichten kam bei den 300 Gästen der Lesung gut an. „Sein Wortwitz ist einzigartig“, sagte Zuhörerin Anna-Maria Remig. Und ihre Zwillingsschwester Elisabeth Remig-Rosahl fügte hinzu, dass die Geschichten sehr detailgetreu wiedergegeben würden und lebensnah seien. „Wir haben fast alle Bücher von Kaminer gelesen“, merkte Remig-Rosahl an.

Bei der Lesung von Wladimir Kaminer herrscht unter den 300 Gästen eine ausgelassene Stimmung. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

In dessen Familiengeschichten kommen immer wieder seine erwachsenen Kinder Nicole (22) und Sebastian (20) vor. „Sie wollen in den Erzählungen auftauchen, obwohl sie es nie laut aussprechen würden“, sagte Kaminer während der Pause. Der 52-jährige Kaminer wurde in Russland geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Nach einigen Anekdoten aus dem Hause Kaminer widmete er sich dem Thema Reisen. Die Idee zu seinem Buch „Die Kreuzfahrer“ hatte er auf Teneriffa, als er mit seiner Frau an einer Bar am Meer saß und ein Kreuzfahrschiff vorbeifuhr. „Das Thema Menschen und Bewegung hat mich schon immer gereizt“, erklärte der Kolumnist.

Neue Fans und lauter Applaus

Im August 2018 erschien dann das 224-seitige Buch über die Kreuzfahrer. In dem Werk verarbeitet Kaminer die Erlebnisse einer zweiwöchigen Schiffsreise durch das Mittelmeer. Der 67-jährige Zuhörer Reinhard Borgstedt erlebte am Spalterhals seine erste Kaminer-Lesung und kannte den Autor vorher nicht. „Seine Beobachtungen sind sehr tiefgründig“, sagte Borgstedt. Dietmar Blödorn hat schon einige Bücher von Kaminer gelesen. Doch die anschauliche Art des Vortrages sei immer etwas Besonderes, lobte der 58-Jährige. „Er schafft es immer wieder, eine lustige Pointe zu kreieren“, sagte Blödorn.

Nach zwei Stunden war die vom Bücherhaus am Thie anlässlich eines Geschäftsjubiläums organisierte Lesung im Schulzentrum vorbei, und Kaminer bedankte sich bei den Besuchern für den minutenlangen Applaus. „Schön, dass sie es so lange mit mir ausgehalten haben“, sagte der Schriftsteller. Die Gäste gingen mit einem Lächeln im Gesicht aus dem Saal. „Es war ein Ereignis, ihn zu erleben“, fasste Zuhörerin Christa Rieger zusammen.

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Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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