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Egestorf: Ehrenmal: Hat der Obelisk doch noch eine Zukunft?

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16:57 22.07.2019
Das Egestorfer Ehrenmal ist marode und soll eigentlich abgerissen werden. Möglicherweise bleibt der steinerne Obelisk aber doch noch – in leicht veränderter Form. Quelle: Andreas Kannegießer
Egestorf

Für das marode Egestorfer Ehrenmal am Steinradweg gibt es offenbar doch noch eine Zukunft mit dem seit Jahrzehnten gewohnten steinernen Obelisken. Nach Angaben der Stadtverwaltung gibt es eine neue Untersuchung, wonach die Sanierung des Ehrenmals deutlich weniger kosten wird als ursprünglich befürchtet. Demnach könnte der Obelisk für Baukosten von rund 42.000 Euro in einer nur leicht veränderten Höhe erhalten werden. Lange Zeit war der Fachdienst Tiefbau gemäß einer ersten Expertenexpertise davon ausgegangen, dass rund 100.000 Euro notwendig sein würden, um den Obelisken dauerhaft zu stabilisieren.

Statische Mängel am Obelisken

Die Diskussion um die Zukunft des Ehrenmals wird seit Herbst vergangenen Jahres geführt. Den Mittelpunkt auf dem Areal des Ehrenmals bildet ein rund 7,50 Meter hoher Obelisk aus Thüster Kalkstein. Im vergangenen Jahr war aufgefallen, dass einige der Kalksteinplatten und Sockelsteine leicht verschoben beziehungsweise locker waren. Daraufhin hatte die Verwaltung einen Reparaturauftrag über rund 15.000 Euro an ein Fachunternehmen erteilt. Nach dem Start der Arbeiten hatten die Steinmetze allerdings Bedenken angemeldet: Sie stellten erhebliche konstruktive und statische Mängel an dem Obelisken fest und brachen in Abstimmung mit der Verwaltung den Reparaturversuch ab. Die Verwaltung sperrte daraufhin umgehend die Fläche des Ehrenmals ab, um eine Gefährdung von Besuchern auszuschließen.

Einem ersten Gutachten zufolge sollte der notwendige Abbruch und Neuaufbau des Obelisken wenige Meter vom Ursprungsort entfernt rund 100.000 Euro kosten. Den Ratsfraktionen war das deutlich zu teuer: Im Februar beschlossen sie, dass der bröckelnde Obelisk unter diesen Umständen abgebrochen werden solle. Statt dessen sollte die Stadtverwaltung nach einer maximal 30.000 Euro teuren Ersatzlösung suchen. Diskutiert wurde etwa die Neugestaltung des Ehrenmalgeländes mit einem größeren Findling statt der steinernen Säule.

Rat muss erneut entscheiden

Nun sieht alles danach aus, als könnte diese doch noch gerettet werden. „Wir haben eine Reparaturvariante gefunden, die kostengünstiger ist“, sagt Verwaltungsvorstand Alexander Wollny. Dazu würde der Obelisk zunächst abgebaut. Danach würde eine neue Gründung mit einer Platte am alten Standort hergestellt, erläutert der leitende Baudirektor. Die neue Variante sehe auch vor, dass beim Wiederaufbau eine von drei Stufen weggelassen würde. „Der Obelisk wird dadurch 70 Zentimeter niedriger als bisher.“

Die Stadtverwaltung will sich nun zunächst mit den Egestorfer Vereinen abstimmen, ob diese Variante dort auf Zustimmung stößt. Danach will die Bauverwaltung die Ergebnisse in einer Beschlussvorlage für die Verwaltung zusammenfassen. Voraussichtlich im Spätsommer oder Herbst könnte dann der Rat einen neuen Beschluss fassen, wie es mit dem maroden Obelisken nun weitergehen soll.

Von Andreas Kannegießer

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