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Barsinghausen Golfplatz: Auch Kritiker sollen mitgestalten dürfen
Umland Barsinghausen

Egestorf: Golfplatz: Auch Kritiker sollen mitgestalten dürfen

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16:27 25.06.2019
Auf dem Golf-Schnupperparcours auf dem Hof Speer probiert Michael Schendel die ersten Schläge. Quelle: Andreas Kannegießer
Egestorf

Der 1. Golfclub Gehrden ist sehr optimistisch, dass sich die Pläne für den Bau eines Neunloch-Golfplatzes am Egestorfer Ortsrand realisieren lassen werden. Es gebe viel Zustimmung und Unterstützung bei Gesprächen, die der Verein derzeit führe, sagte Golfclub-Vizepräsident Volker Tuchhardt am Sonntag bei einer Vereinsveranstaltung auf dem Hof Speer an der Schmiedestraße. Der Hof soll zur Basis des Golfplatzes mit Clubhaus und verschiedenen Nebeneinrichtungen umgebaut werden.

Unterstützung vom Verband

Der Golfclub Gehrden ist sich mit dem Landwirt Gerd-Heinrich Speer grundsätzlich einig: Dieser möchte die Landwirtschaft aufgeben und sucht einen Käufer für seine Hofstelle mit den angrenzenden rund 40 Hektar Ackerflächen. Die Mitglieder des vor acht Jahren gegründeten Gehrdener Golfclubs sind noch auf der Suche nach einer eigenen Heimstatt für ihren Sport im näheren Einzugsbereich. Die Hofstelle in Egestorf und die umliegenden Flächen seien auch im Urteil erfahrener Projektentwickler bestens geeignet für das Golfplatzprojekt, sagte Tuchhardt. „Die Idee wird auch vom Golfverband sehr unterstützt.“

Golf-Campus für die ganze Familie

Der Gehrdener Golfclub hat bereits ein Konzept für die geplante Anlage entwickelt: Entstehen sollen auf dem sogenannten Golf-Campus ein Neunloch-Platz, ein Sechs-Loch-Übungsplatz und eine sogenannte Driving Range zum Abschlagtraining. Zusätzlich zu der Möglichkeit zum Golfspielen soll es laut Tuchhardt viele begleitende Veranstaltungen und sogenannte Events auf dem Hofgelände geben. „Wir müssen mehr bieten als das Golfspiel“, betonte der Vizepräsident. Zielgruppe seien deshalb ganze Familien. Das werde die Anlage in Egestorf von denen der anderen Clubs in der Region unterscheiden. „Wir wollen der beliebteste Golfplatz in der Region werden.“ Zu den Gestaltungsideen gehören etwa die Einrichtung einer Indoor-Golfanlage oder auch eines Fitnessstudios im alten Weizenlager der Hofstelle.

Die Landschaft am Egestorfer Ortsrand werde mit der Umgestaltung in ein Golfplatzgelände aufgewertet, betonen die Verantwortlichen des Clubs. Bei der Planung sollen Umweltverbände eng einbezogen werden. „Der BUND und andere haben die Chance zum Mitgestalten, das gibt es sonst nicht oft“, sagte Tuchhardt. Ziel sei unter anderem die Ansiedlung zusätzlicher Vogelarten in dem Gebiet. „Wir wollen alle mitnehmen und Anregungen sinnvoll umsetzen.“

Investoren haben Interesse

Der Golfclub rechnet damit, dass etwa 3 Millionen Euro notwendig sein werden, um den Platz anzulegen und die Hofstelle für die künftigen Bedürfnisse der Golfer umzugestalten. Allerdings wird nicht der Verein selbst als Käufer und Betreiber der Golfanlage auftreten. Die Investorensuche laufe mit Unterstützung des Golfverbandes bundesweit, berichtete Tuchhardt. Einige vielversprechende Kontakte gebe es. Der Golfclub lässt sich in dieser Projektphase auch von erfahrenen Experten aus der Golfszene beraten. „Wir fühlen uns sehr gut aufgehoben“, sagte der Vizepräsident. Der Verein sei voller Optimismus. „Die Hürden überspringen wir.“ Der Vorstand rechnet damit, dass es noch etwa drei bis vier Jahre dauern könnte, bis alle Planungen abgeschlossen sind und die Genehmigungen für das ehrgeizige Vorhaben vorliegen.

Für Golfenthusiasten gibt es auch die Möglichkeit, sich umweltfreundlich auf den Weg zum Golfplatz zu machen. Fahrradhändler Mathias Schulz zeigt ein Fahrrad mit passendem Anhänger für die Golfausrüstung. Quelle: Andreas Kannegießer

Grund zur Freude bot aus Sicht der Vereinsverantwortlichen auch die Veranstaltung unter dem Motto „HofParTee“ am Sonntag. Hunderte von Besuchern kamen im Laufe des Tages, um sich über das Projekt des Golfclubs zu informieren und sich unterhalten zu lassen. Auf einem kleinen Parcours konnten Neulinge verschiedene Schlagformen üben wie etwa das Chippen oder Pitchen zur Annäherung des Golfballs an das sogenannte Grün. Für musikalische Unterhaltung sorgten Conrad Hahne und später dann die Band Ronny und Clyde.

Das Duo Ronny und Clyde unterhält die Besucher musikalisch. Quelle: Andreas Kannegießer

Von Andreas Kannegießer

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