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Barsinghausen Erntestart im Calenberger Land: Landwirte hoffen auf Regen
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Erntestart im Calenberger Land: Landwirte hoffen auf Regen

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13:01 12.07.2019
Im Barsinghäuser Stadtgebiet - so wie hier in Bantorf - hat in diesen Tagen die Ernte der Wintergerste begonnen. Quelle: Andreas Kannegießer
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Im Deistervorland hat die Getreideernte begonnen. Die ersten Landwirte sind in dieser Woche dabei, mit Mähdreschern die Wintergerste von ihren Feldern zu holen, die stets als erstes eingefahren wird. „Wegen der Trockenheit hat die Ernte einige Tage früher begonnen als im langjährigen Durchschnitt“, sagt der Landvolk-Bezirksvorsitzende Arnd von Hugo.

Gerstenernte „durchaus in Ordnung“

Die Landwirte im Calenberger Land erwarten bei Menge und Qualität der Gerste eine Ernte, die „insgesamt durchaus in Ordnung ist“, wie von Hugo sagt. Der Ertrag werde wahrscheinlich bei etwa 90 Doppelzentner pro Hektar Anbaufläche liegen – das entspricht etwa dem Durchschnitt der Vorjahre. Die Gerste ist von der Trockenphase der vergangenen drei Wochen nicht so sehr beeinträchtigt worden, wie der Bezirkslandwirt erläutert. Zuvor habe es im Jahresverlauf immer mal wieder Schauer gegeben, die dem Getreide das dringend benötigte Wasser geliefert hätten.

Allerdings müssten die Pflanzen mittlerweile „quasi von der Hand in den Mund“ leben, wenn es einmal regne, sagt von Hugo. „Die Wasserspeicher im Boden sind nach fast eineinhalb Jahren Trockenheit einfach leer.“ Das könnten auch die Schauer zwischendurch nicht ausgleichen. Normalerweise sind die schweren Böden im Deistervorland durchaus in der Lage, Wasser für ein halbes Jahr zu speichern, sodass regenarme Phasen kein Problem darstellen. Viele Pflanzen, Zuckerrüben etwa, könnten sich das Wasser mit ihren Wurzeln auch aus Tiefen von mehr als einem Meter ziehen, erläutert der Bezirkslandwirt. Inzwischen aber ist der Vorteil der schweren Böden dahin. „Der oberste Meter im Boden ist komplett trocken“, sagt von Hugo. Das hätten Testgrabungen ergeben.

Kartoffeln leiden unter Trockenheit

In zwei bis drei Wochen beginnt im Deistervorland die Ernte von Raps und Weizen. „Das sind bei uns hier die Hauptkulturen“, erläutert Arnd von Hugo. Auch für diese beiden Getreidesorten fällt die Prognose wegen des gemäßigten Frühjahrswetters bisher noch einigermaßen positiv aus. „Aber langsam wird’s brenzlig“, sagt von Hugo. Sollte die Trockenheit der vergangenen Wochen anhalten, könnte das drastische Auswirkungen auf jene Feldfrüchte haben, die noch später im Jahr geerntet werden – vor allem Kartoffeln und Zuckerrüben, die im September reif werden. „Ergiebiger Regen jetzt wäre toll“, sagt der Bezirkslandwirt. Derzeit stehen die Kartoffeln vielerorts im Calenberger Land noch in voller Blüte. „Sie leiden am meisten unter Trockenheit“, erläutert der Bezirkslandwirt. Aber auch für die Rüben sei Regen in nächster Zeit wichtig.

Die Ernte 2019 wird in Niedersachsen je nach Region offenbar recht unterschiedlich ausfallen. Auf leichten, sandigen Böden – wie sie etwa im Emsland, in der Heide und im Raum Osnabrück vorherrschend sind – gibt es schon mit der Gerste Probleme. Nach Mitteilung der Landwirtschaftskammer habe die Trockenheit dort dafür gesorgt, dass die Getreidekörner kleiner blieben als normal. Die Experten der Landwirtschaftskammer erwarten für diese Gegenden eher unterdurchschnittliche Erträge.

An vielen Feldrändern im Deistervorland haben die Landwirte Blühstreifen angelegt, um Insekten Lebensräume zu bieten. Bei den leuchtend violetten Blüten handelt es sich um Phacelia-Pflanzen, die als besonders wertvolle Nahrungsquellen gelten. Quelle: Andreas Kannegießer

Lesen Sie auch: Die Getreideernte in Niedersachsen hat begonnen.

Von Andreas Kannegießer

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