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Barsinghausen Führung durch den Garten Pristin steht im Zeichen der Kunst
Umland Barsinghausen

Groß Munzel / Barsinghausen: Führung durch den Garten Pristin steht im Zeichen der Kunst

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15:24 16.07.2019
Die runden, bunten und eingeschnürten Körper von Stephan Marienfeld sind Teil der Ausstellung „Raum und Zwang“. Quelle: Foto: privat
Groß Munzel

Bereits seit fast 20 Jahren beteiligt sich das Ehepaar Aleksandra und Hans-Dieter Pristin an der Veranstaltungsreihe „Offene Pforte“ der Gartenregion Hannover. In diesem Jahr erwartet die Besucher im Grünen die Kunstausstellung „Raum und Zwang“ mit Werken dreier Künstler. Am 21. Juli können Kunst- und Garteninteressierte wieder an einer Führung durch die Ausstellung teilnehmen.

Im Jahr 2000 öffneten die Pristins zum ersten Mal ihren malerischen Garten, damals kamen etwa 25 Besucher. Mittlerweile besuchen ihn etwa 1500 Menschen pro Saison. Es hat sich wohl herumgesprochen, wie schön die große Blütenpracht und mit viel Liebe gestalteten Staudenbeete auf den 4500 parkähnlich angelegten Quadratmetern anzusehen sind.

Illusionen im Garten

In der Sonne erinnert der Garten an wilde Prärie, unter seltenen Gehölzen sind dagegen elegante Schattenbereiche zu finden. Ergänzt wird dies mit Kunst, Texten und Audioinstallationen. „Raum und Zwang“ heißt die Ausstellung mit Werken dreier Künstler, die in diesem Jahr im Garten zu sehen ist.

Der Bildhauer Stephan Marienfeld aus Hattingen ist mittlerweile international bekannt, der Durchbruch gelang ihm mit der Werkgruppe „Dislikes“. Sein Markenzeichen: Er formt Objekte ab, gießt sie in Metall oder andere Stoffe und fasst sie mit einem straff gespannten Seil ein. Herkömmliche Materialeigenschaften werden so als Illusion entlarvt.

Zwänge und Freiheit

Sprechende Zinkgießkannen sind Teil der Klanginstallation „Gießt du... !?“. Konzipiert hat sie die Audiokünstlerin Natalie Deseke aus Hannover eigens für die Ausstellung. Die Besucher sind eingeladen, auf einer Bank Platz zu nehmen und dem Gespräch der Gießkannen über ihr Dasein, ihre äußeren Zwänge und über ihren Drang nach Freiheit zu lauschen. Wer besonders aufmerksam zuhört, kann auch Bezüge zu den Skulpturen der Ausstellung ausmachen.

Zuletzt runden Skulpturen des Bremer Malers und Bildhauers Uwe Schloen die Ausstellung ab. Am bekanntesten sind seine frühen Holzfiguren und seine Bleiarbeiten wie das „Bunkerdorf“ im Giardino di Daniel Spoerri in der Toskana. Seine schlichten, grauen und dennoch sehr einfallsreichen Bleiobjekte sind in den Staudenbeeten und auf einer Margeritenwiese zu finden.

Die Führung im Rahmen der Offenen Pforte im Garten Pristin ist am Sonntag, 21. Juli, um 15 Uhr, Auf dem Damm 8, in Groß Munzel. Weitere Führungen gibt es jeweils am Sonntag, 4. August und 18. August, zur gleichen Uhrzeit. Die Finissage der Ausstellung findet am Sonnabend, 24. August, um 17 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es unter www.garten-pristin.de.

Von Elena Everding

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