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Barsinghausen Geschäftsleute müssen deutliche Einbußen hinnehmen
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Großgoltern: Geschäftsleute müssen deutliche Einbußen hinnehmen

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15:35 21.05.2019
Ein gewaltiger Asphaltfertiger trägt die neue Deckschicht in einem Arbeitsgang auf ganzer Fahrbahnbreite auf. Quelle: Andreas Kannegießer
Großgoltern

Ohne jeglichen Verkehr auf der Hauptstraße verläuft das Leben in Großgoltern deutlich geruhsamer als sonst. Noch bis zum späten Mittwochnachmittag ist die gesamte Ortsdurchfahrt vollständig für den Verkehr gesperrt. Grund dafür ist die Fahrbahnsanierung der Hauptstraße, die von der Region Hannover in Auftrag gegeben worden ist.

Noch bis morgigen Mittwoch tragen die Bauarbeiter die Asphaltdeckschicht auf die neue Fahrbahn auf. Weil danach noch Schachtabdeckungen eingebaut, Markierungsarbeiten ausgeführt und Buswartehallen aufgestellt werden müssen, wird die Straße einstweilen noch für den Durchgangsverkehr gesperrt bleiben. Allerdings können dann zumindest die Anlieger wieder ihre Grundstücke erreichen, und auch die Geschäfte und Gewerbebetriebe an der Hauptstraße dürfen von Kunden wieder angesteuert werden.

Maschine arbeitet auf ganzer Fahrbahnbreite

Die neue Asphaltdeckschicht wird von der Südseite der Ortsdurchfahrt aus mit Hilfe eines sogenannten Asphaltfertigers hergestellt. Die gewaltige Maschine schiebt sich sehr langsam, aber stetig voran und verteilt und verdichtet dabei in einem Arbeitsgang die neue Deckschicht auf der gesamten Fahrbahnbreite. Die Arbeit mit dem Asphaltfertiger macht eine ausgeklügelte Logistik notwendig: Während ein Lastzug mit heißer Asphaltmasse seine Ladung nach und nach in den Materialbehälter der Maschine entleert, stehen jeweils bereits zwei bis drei weitere Lastzüge in Warteposition.

Nachdem die Asphaltdeckschicht aufgetragen ist, müssen Walzen das Material zusätzlich verdichten. Quelle: Andreas Kannegießer

Für die Anlieger und mehr noch für die Gewerbebetriebe entlang der Hauptstraße bedeutet die vollständige Sperrung der Ortsdurchfahrt eine erhebliche Belastung. Die Bäckerei Hünerberg hat darauf reagiert und lässt ihre Filiale am Dienstag und Mittwoch geschlossen. Schon in den Tagen zuvor hatte die Bäckerei ihre Öffnungszeiten verkürzt. Nach den Worten von Inhaber Hendrik Mordfeld verzeichnet die Filiale schon seit Beginn der Straßenbauarbeiten im Winter deutliche Umsatzrückgänge. „Einem Einzelgeschäft könnte das das Genick brechen“, sagt der Bäckermeister, dessen Unternehmen aber etliche weitere Standorte betreibt. Mordfeld lobt zugleich den guten Ablauf der Bauarbeiten, die bisher „zügig und planmäßig“ über die Bühne gegangen seien.

NP-Markt: Umsatz liegt im Keller

Auch wenn auf dem Parkplatz gähnende Leere herrscht, hat der NP-Markt dagegen trotz Sperrung der Straße weiterhin geöffnet. Der Umsatz liege „ganz tief im Keller“, sagt die stellvertretende Marktleiterin Iris Gerlach. „Aber wir sind doch der einzige Nahversorger im Ort.“ Die Bauarbeiten seien „ein bisschen nervig“, berichtet Gerlach, „andererseits wollen alle schöne Straßen haben“. Sie lobt die gute Kooperation mit der Baufirma und der Region Hannover, die stets sehr frühzeitig über alle Aspekte der Baustelle informiert hätten.

Die Freiwillige Feuerwehr Großgoltern hat ihre Einsatzfahrzeuge im Gerätehaus an der Hauptstraße belassen. Im Ernstfall müssten die Fahrzeuge über den frischen Asphalt zu Einsätzen fahren, das sei so abgestimmt, sagt Ortsbrandmeister Sascha Krause. Entstünden dadurch Schäden, „müsste der Asphalt neu gemacht werden“. Auch Krause lobt den aus Sicht der Feuerwehr sehr guten und schnellen Fortschritt der Bauarbeiten. „Wir waren positiv überrascht“, sagt der Feuerwehrchef.

Die Hauptstraße ist noch bis Mittwochnachmittag voll gesperrt. Quelle: Andreas Kannegießer

Von Andreas Kannegießer

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