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Barsinghausen Bachelorette-Kandidat verkauft Power-Bikes
Umland Barsinghausen Bachelorette-Kandidat verkauft Power-Bikes
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00:16 07.09.2018
Hannover - Bachelorette-Kandidat Stefan Gritzka baut customized E-Bikes - Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Er hatte keine Lust mehr auf den Kampf um die Rosen: Stefan Gritzka (35) aus Hannover hat „Bachelorette“ Nadine Klein (32) einen Korb gegeben und ist freiwillig aus der RTL-Show ausgestiegen. Nun widmet er sich mit Hendrik Luczak und Uwe Hoppe wieder dem Start Up der Wheelstore 24 GmbH und deren „Power-Bikes“ und produziert und vermarktet auffällige E-Bikes im Chopper-Stil.

Nach 15 Jahren Beziehung – fünf davon verheiratet – trennte sich Gritzkas Lebensgefährtin von ihm. Verheiratet ist der ehemalige Bachelorette allerdings immer noch. Die Trennung ist mittlerweile anderthalb Jahre her. „Ich war richtig down, hab nach jedem Strohalm gegriffen“, sagt Gritzka. In einer Nacht und Nebel Aktion habe er sich dann kurzerhand bei der „Bachelorette“ beworben – auch, um das Selbstwertgefühl wieder zu steigern. Doch seine Bewerbung blieb erfolglos, der 35-Jährige wurde nicht genommen. „Dann kam irgendwann der Anruf, ob ich noch Interesse hätte“, sagt Gritzka. Er habe gedacht, das sei eine lustige Idee und zugesagt. „Es war definitiv eine coole und interessante Zeit. Ich würd’ mich ärgern, wenn ich’s nicht gemacht hätte“, sagt er. Warum er dann ausgestiegen sei? „Ich hatte nur vier Wochen Urlaub“, scherzt Gritzka. „Nein, das wäre Nadine und den anderen Kandidaten gegenüber nicht fair gewesen.“ Denn bei ihm habe es nicht gefunkt, er wollte sich selbst treu bleiben und daher die Sendung verlassen.

Hannover - Bachelorette-Kandidat erzählt uns, warum er da mitgemacht hat und was er nach dem Ausstieg aus der Show vor hat, Treffen im Büro seines Start-ups - Hendrik Luczak und Stefan Gritzka bauen customized E-Bikes - Foto Tim Schaarschmidt Quelle: Tim Schaarschmidt

Seit seinem Ausstieg hat sich einiges im Leben des 35-Jährigen getan. „Ich habe die Öffentlichkeit komplett unterschätzt“, sagt Gritzka. Mittlerweile merke er, dass zu viel Trubel um die eigene Person nicht ganz so toll ist. „Man wird in den sozialen Netzwerken beleidigt und ich musste erstmal lernen, damit umzugehen“, sagt er und fügt hinzu, dass das überwiegende Feedback auf seine Person positiv war. Rund 10.000 Nachrichten habe er bereits bekommen – antworten kann er auf sie nicht mehr, auch wenn er sie zumindest alle liest. „Das ist schon stressig“, gesteht der Mann, der mittlerweile 27.000 Instagram-Follower hat. „Ich habe alles, was nach so einer Sendung kommt, komplett unterschätzt.“

Mittlerweile ist Gritzka dennoch wieder im Alltag angekommen – und arbeitet mit zwei Freunden im eigenen Start Up. Wheelstore 24 heißt die Firma von ihm, Hendrik Luczak (31) und Uwe Hoppe (29). Seit März 2017 sitzt Power-Bikes in einer Werkstatt in einem Untergeschoss in der List und produziert dort die E-Bikes im Chopper-Stil. Die Idee zu den auffälligen Bikes hatte Hoppe. „Er hat Antriebstechnik studiert und die normalen E-Bikes waren ihm zu langweilig“, sagt Luczak. Kurzerhand hat er sich in seiner Wohnung in einem knapp zwölf Quadratmeter großen Raum an den ersten Prototypen gesetzt. „Den hat er dann bei Ebay reingestellt und die Nachfrage war so groß, dass er immer weiter gemacht hat“, sagt Luczak. Seit Ende 2016 ist gehört Luczak zum Team. „Uwe wollte die Sache größer aufziehen und ich hab dabei geholfen“, sagt er. Sie haben also im März 2017 die Wheelstore24 GmbH gegründet, in der Luczak der Geschäftsführer ist und die die Power-Bikes vertreibt. Mittlerweile ist aus dem Hobby für Hoppe ein richtiger Job geworden. Anders als Luczak und Gritzka arbeitet er hauptberuflich bei Wheelstore 24.

Hendrik Luczak und Stefan Gritzka bauen customized E-Bikes. Quelle: Tim Schaarschmidt

Hendrik hat mich gefragt, ob ich Bock habe, mich um die Finanzen zu kümmern“, sagt er. Das habe sich angeboten, immerhin ist er hauptberuflich in einer Steuerberatungskanzlei tätig. Viel Erfahrung mit dieser Art von Rädern habe er vorher nicht gehabt. „Ich bin eher so der Rennrad Typ“, sagt Gritzka. Aber dann habe er eines der Powe-Bikes gesehen. „Ich dachte ’oh geil, das ist echt ein Eyecatcher“, sagt er.

Für 3.500 Euro gibt es das günstigste Modell. Die Elektro-Räder sind um 2,30 Meter lang und unheimlich tiefliegend. Gefertigt werden die Bikes auf Bestellung und so, wie es der Kunde wünscht: Motorleistung, Akku-Kapazität, Felgen mit Speichen, Lackierung, Lenkerform, Gabelhöhe – das alles ist individuell gestaltbar. Inzwischen hat Power-Bikes vier Rahmenmodelle zur Auswahl, die in Bayern gefertigt werden. Die Felgen und Reifen werden in Fernost hergestellt, ein Typ davon mit einem selbstentwickelten einzigartigen Profil, für das extra eine Gussform angefertigt wurde oder eine 150mm Felge, die bereits in die USA ausgeliefert wurde. „Bei speziellen Sonderwünschen geht der Preis natürlich weiter nach oben“, sagt Luczak, der für das Marketing verantwortlich ist und im Hauptjob noch für Energieversorger Avacon tätig ist.

Nach und nach kehre Routine ein. „Das alles ist für uns ja Neuland“, sagt Luczak. Denn vorher habe Hoppe nur wenige Power-Bikes gefertigt, mit der steigenden Anfrage müsse aber auch mehr produziert werden. Und das dauert nunmal, da die Räder alle individuell und handgefertigt sind. „Zwei Räder haben wir sogar nach Australien geliefert“, sagt Luczak. Dort will sie ein Händler in Melbourne testweise anbieten und bei Erfolg auf Dauer. Ob er sich vorstellen könnte, nur noch für Power-Bikes zu arbeiten? Darüber hat sich Luczak noch keine großen Gedanken gemacht. „Aber es macht Spaß, das hier aufzubauen“, sagt er. „Es ist cool wie die Firma wächst und sich entwickelt.“

Von Lisa Malecha

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