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Barsinghausen Dem DRK-Ortsverband Bördedörfer droht die Auflösung
Umland Barsinghausen Dem DRK-Ortsverband Bördedörfer droht die Auflösung
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17:35 28.02.2019
Hans-Joachim Sbresny zeichnet Martina Zeidler (von links), Karin Thimm, Doris Engler und Regina Kalter mit Urkunden und Ehrenmedaillen für langjährige Vorstandsarbeit aus. Quelle: Andreas Kannegießer
Hohenbostel

Der DRK-Ortsverein Hohenbostel-Bördedörfer steht vor dem Aus, weil niemand bereit ist, die Vorstandsarbeit zu übernehmen. Während der Jahresversammlung am Mittwochabend im Gasthaus Schisanowski hat das bisherige Vorstandsteam mit Karin Thimm, Doris Engler, Regina Kalter und Martina Zeidler – wie angekündigt – auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Schon im Vorfeld der Veranstaltung war es nicht gelungen, Nachfolgebewerberinnen zu gewinnen, und auch während der Versammlung blieben bei der Frage nach der Bereitschaft zur Kandidatur alle Arme unten.

Regionsverband will helfen

Nach den Worten von Hans-Joachim Sbresny, Vizepräsident des DRK Region Hannover, gibt es nun drei Möglichkeiten, wie es weitergehen könnte: die ersatzlose Auflösung, die Fusion mit einem anderen Ortsverein, oder aber ein Nachbarortsverein erweitert seinen Einzugsbereich formal auf das Gebiet der Bördedörfer. „Der Ortsverein Barsinghausen würde sich da anbieten“, sagte Sbresny. Er sagte dem nun führungslosen Ortsverband die tatkräftige Unterstützung des Regionsverbandes auf dem ungewissen Weg in die Zukunft zu. Sobald der Regionsverband eine Perspektive erarbeitet hat, müssen die derzeit noch 216 Mitglieder des Ortsverbands Hohenbostel-Bördedörfer in einer weiteren Versammlung darüber abstimmen. Dabei wird es unter anderem auch darum gehen, was mit dem ansehnlichen Vereinsvermögen von rund 17.000 Euro passieren soll.

Es sei überall immer schwerer, Menschen für die ehrenamtliche Vorstandsarbeit zu gewinnen, sagte Sbresny. Die Entwicklung sei „sehr schade“, meinte der DRK-Vizepräsident. „Im Idealfall müsste das Rote Kreuz in jedem Ort vertreten sein.“

Für ihr teilweise langjähriges Vorstandsengagement wurden Karin Thimm, Doris Engler, Regina Kalter und Martina Zeidler von Sbresny mit Urkunden und Henri-Dunant-Medaillen ausgezeichnet. Die goldene Ehrennadel des DRK für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Magdalena Barth, Anneliese Kretschmer, Ursula Schydlo, Ingrid Urban und Margarete Jänsch. Ruth Otte wurde für 30-jährige Gruppenleitung im DRK-Ortsverein ausgezeichnet, Rosemarie Schwertner für zehnjähriges ehrenamtliches Engagement.

Gruppenarbeit wird vorerst fortgesetzt

Die Gruppenarbeit innerhalb des führungslosen DRK-Ortsvereins soll vorerst fortgesetzt werden. Neben einer Bastelgruppe und Seniorengruppen in Hohenbostel und Bantorf gibt es mehrere Yogagruppen. Die jeweiligen Räume seien vorhanden, sagte Thimm, sodass es keinen Grund gebe, die Arbeit einzustellen. Unklar ist derzeit, wie es mit den bisher regelmäßig ausgerichteten Blutspendeterminen weitergeht. Alles weitere werde nun die DRK-Region regeln, meinte Thimm und gab den Versammlungsgästen angesichts der gedrückten Stimmung noch einen guten Ratschlag mit: „Nun gucken Sie doch nicht so bedröppelt.“

Blumen und Urkunden zum Dank für langjähriges Engegament (von links): Ursula Schydlo, Margarete Jänsch, Magdalena Barth, Rosemarie Schwertner, Anneliese Kretschmer, Ruth Otte und Ingrid Urban. Quelle: Andreas Kannegießer

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Von Andreas Kannegießer

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