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Barsinghausen Schulhofsperrung: Grundschule Hohenbostel hofft auf schnelle Lösung
Umland Barsinghausen

Hohenbostel: Wilhelm-Busch-Schule hofft auf eine schnelle Lösung

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20:37 06.06.2019
Schulleiterin Martina Engel (links) erläutert bei einer Ortsbesichtigung mit Vertretern des Elternrates und der SPD die Situation an der Wilhelm-Busch-Schule. Quelle: Frank Hermann
Hohenbostel

Drei Wochen nach der Sperrung des Wilhelm-Busch-Schulhofes in Hohenbostel wegen gefährlicher Stoffe im Bodenuntergrund zeichnet sich eine Perspektive für Kinder, Eltern und Kollegium ab. Fachleute untersuchen derzeit die sogenannten Feinkornproben vom Bodenbelag des Schulhofes. Falls die Proben keine Hinweise auf gefährliche Stoffe ergeben, will die Stadtverwaltung schnell reagieren und die Außenanlage wieder freigeben.

Hinter Gittern: Der abgesperrte Schulhof mit den Spielgeräten für die Kinder. Quelle: Frank Hermann

Noch in dieser Woche sollen die Untersuchungsergebnisse einer sogenannten Feinkornbeprobung von der Schulhofoberfläche vorliegen. „Dann entscheiden wir, ob wir die Sperrung für unbedenkliche Bereiche wieder aufheben können“, erläutert Nadin Quest, Leiterin des zuständigen Fachdienstes für Schulen. Aus Gründen der Vorsorge habe die Stadtverwaltung vor rund drei Wochen den Schulhof abgesperrt, weil bei Vorabuntersuchungen für eine künftige Schulhofsanierung unter anderem teerhaltiger Asphalt sowie polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in einer Bodentiefe von 40 bis 60 Zentimetern gefunden wurden.

Gefährlicher Abfall

Diese Stoffe seien als „gefährlicher Abfall“ klassifiziert und potenziell gesundheitsgefährdend – falls Personen diese Stoffe in den Mund nehmen und herunterschlucken. Einen direkten Kontakt der Schulkinder mit diesen Stoffen, und damit auch eine direkte Gefahr für die Jungen und Mädchen, wolle die Verwaltung mithilfe der aktuellen Feinkornbeprobung ausschließen.

Die städtische Wiese auf einem Nachbargrundstück soll als Alternative für den gesperrten Schulhof dienen. Quelle: Frank Hermann

Auf ein positives Ergebnis dieser Untersuchung hofft auch das Lehrerkollegium an der Wilhelm-Busch-Schule. Nach Angaben von Schulleiterin Martina Engel fehlt der Platz, um den Kindern geeignete Ausweichmöglichkeiten anbieten zu können. Zwar stehe eine kleine städtische Grünfläche aus dem Nachbargrundstück zur Verfügung – aber dort komme es immer wieder zu Konflikten mit einem Anlieger, der sich zum Teil mit wüsten Beschimpfungen über den „Kinderlärm“ beschwere.

„Morgens bleiben die Kinder bis zum Unterrichtsbeginn schon im Schulgebäude, damit der Nachbar in Ruhe ausschlafen kann“, berichtete Martina Engel bei einer Ortsbesichtigung mit Vertretern des Schulelternrates und der SPD. Im Winter stehe diese Wiese bei einem durchnässten und matschigen Untergrund ohnehin nicht als Alternative für den Schulhof zur Verfügung. „Darum muss schnell eine Lösung her. Denn wir können unsere 140 Schulkinder nicht die ganze Zeit im Gebäude lassen“, erläuterte die Schulleiterin.

140 Kinder an der Wilhelm-Busch-Schule

Von diesen 140 Kindern nutzen bis zu 70 Jungen und Mädchen das Ganztagsangebot an der Wilhelm-Busch-Schule. Hinzu kommen zehn Lehrkräfte sowie das Verwaltungs- und Betreuungspersonal mit weiteren zehn Personen. „Dann wird es im Haus schon eng, wenn der Schulhof im Außenbereich für einen längeren Zeitraum wegfallen sollte“, betonte Engel.

Ähnlich argumentiert der Elternratsvorsitzende Roman Schwikowski. „Unsere Kinder sollen vor möglichen Gefahren geschützt werden. Aber sie sollen sich in den Unterrichtspausen auch bewegen können. Darum wünschen wir uns eine schnelle Lösung für den Schulhof“, sagte Schwikowski.

Auch das Außengelände neben dem Haupteingang zur Wilhelm-Busch-Schule ist mit Gittern abgesperrt. Quelle: Frank Hermann

Auf eine schnelle Lösung dringt nun auch die SPD-Ratsfraktion. Um keine Zeit zu verlieren, ließe sich eine Sanierung des Schulhofes nach Einschätzung des Fraktionsvorsitzenden Peter Messing eventuell auch in mehreren Teilabschnitten realisieren. Bei einem einzigen großen Sanierungsschritt sei zu befürchten, dass die Arbeiten erst im Frühjahr 2020 abgeschlossen wären.

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Von Frank Hermann

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