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Barsinghausen SPD: Stadt soll das alte Vereinsheim abreißen
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Kirchdorf: SPD: Stadt soll das alte Vereinsheim abreißen

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12:21 22.05.2019
Die Sportheimruine am Rand des Neubaugebietes soll nach dem Willen der SPD-Ratsfraktion schnell verschwinden, um das Grundstück vermarkten zu können. Quelle: Frank Hermann
Kirchdorf

Immer mehr verfällt die zum Teil abgerissene Ruine des alten Kirchdorfer TSV-Vereinsheimes am Rand des Neubaugebietes auf dem ehemaligen Sportgelände. Zwar gab es im Vorjahr einen Käufer für die städtische Immobilie – aber die Stadt hat den Kaufvertrag mittlerweile rückabgewickelt, weil der neue Eigentümer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkam. Nun will die Stadt einen neuen Anlauf zur Vermarktung des Grundstückes starten.

Die SPD-Ratsfraktion bezeichnet die teilweise abgerissene Ruine als Schandfleck im Ort. Quelle: Frank Hermann

In einem Dringlichkeitsantrag an den Verwaltungsausschuss und an den Rat will die SPD-Fraktion einen politischen Beschluss zum unverzüglichen Abriss der Ruine erreichen. Begründung: Ein seriöser Käufer sei für dieses rund 1150 Quadratmeter große Grundstück mit dem maroden Gebäude nicht zu finden. „Nach dem Abriss könnte das Grundstück schneller vermarktet werden. Die Abrisskosten würden ohnehin den Kaufpreis mindern“, begründet die SPD-Fraktion ihren Antrag.

Seit dem Auszug des TSV Kirchdorf vor rund neun Jahren steht das ehemalige Vereinsheim am Ostrand des Neubaugebietes zwischen Clara-Schumann-Weg und der Straße Am Sportplatz leer. Das Gelände bietet die letzte verfügbare Freifläche zur Bebauung. Dennoch ließ sich für die Fläche lange Zeit kein Abnehmer finden – offenbar wegen des leer stehenden Gebäudes aus der Zeit des TSV-Sportbetriebes.

Im Neubaugebiet am Sportplatz steht der Straßenausbau kurz vor dem Abschluss. Quelle: Frank Hermann

Im Sommer 2018 übernahm schließlich ein Investor das Grundstück von der Stadt Barsinghausen. Damit schien die Vermarktung abgeschlossen zu sein, zumal der Käufer auch schnell mit den ersten Abrissarbeiten an dem Gebäude begann. Allerdings stockten die Arbeiten in den folgenden Wochen und Monaten, schließlich verwaiste die Baustelle. Weil der Investor seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Kaufgeschäft gegenüber der Stadt Barsinghausen nicht nachkam, trat die Verwaltung nach Angaben von Stadtsprecher Denny Foth schließlich vom Verkauf zurück.

Mit Blick auf das Grundstück mit der Bauruine spricht die SPD von einem „Schandfleck im Ort und insbesondere für das Neubaugebiet“. Dieser Schandfleck müsse durch den Gebäudeabriss schleunigst verschwinden. Zudem sei das Grundstück nur teilweise durch einen Bauzaun gesichert, auf der Fläche liege ein Berg von Bauschutt. „Styroporreste werden durch den Wind in die benachbarten Gärten getragen“, moniert der Ortsvereinsvorsitzende Reinhard Dobelmann.

Stadt muss Gelände sichern

Ob belastetes Baumaterial oder -schutt auf dem Areal liege, sei nicht bekannt – könne aber auch nicht ausgeschlossen werden. Die Stadt sei aufgefordert, dringend Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen, um zum Beispiel auch spielende Kinder vom Grundstück fernzuhalten.

Im Neubaugebiet mit seinen insgesamt 32 bebauten Grundstücken stehen mittlerweile die Arbeiten für den Straßenausbau entlang der Clara-Schumann-Straße kurz vor dem Abschluss.

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Von Frank Hermann

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