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Barsinghausen Ehepaar liest aus gemeinsamen Buch: Ist Sterbehilfe ethisch erlaubt?
Umland Barsinghausen

Lesung von Nikolaus und Anne Schneider in Barsinghausen: Ist Sterbehilfe ethisch erlaubt? 

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13:37 21.11.2019
Anne und Nikolaus Schneider sprechen in Barsinghausen über ihre Ansichten zur Sterbehilfe. Quelle: Jacobia Dahm
Barsinghausen

Eine Krebserkrankung und die Frage: Ist Sterbehilfe ethisch erlaubt? Darf ein Kirchenmann in hohem Amt sie auch nur erwägen? Nikolaus und Anne Schneider haben ein Buch über ihren eigenen inneren Konflikt geschrieben. Und über Optionen. Ihr Buch „Vom Leben und Sterben" stellt das Ehepaar nun im Gemeindesaal der Petrusgemeinde in Barsinghausen vor.

Mitte April verhandelte das Bundesverfassungsgericht über das Verbot organisierter Hilfe beim Suizid. Seit Herbst 2015 macht sich strafbar, wer in sogenannter geschäftsmäßiger Weise Sterbewilligen ein tödliches Mittel überlässt. Die Regelung, die jetzt auf dem rechtlichen Prüfstand steht, wurde lange kontrovers diskutiert – auch in einem prominenten kirchlichen Haushalt.

Nikolaus Schneider will ganz für seine Frau da sein

Die an Brustkrebs erkrankte Frau des damaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anne Schneider, wünschte sich die Erlaubnis für ärztliche Hilfe beim Suizid. Ihr Mann Nikolaus sah das anders. Dennoch tritt er nicht nur als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland zurück, er will ganz für seine Frau da sein – auch dann, wenn sie sich entscheidet, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen und dafür in die Schweiz zu reisen.

Ehepaar findet ganz unterschiedliche Antworten

Öffentlich fochten sie um ein Tabu. Dabei zeigte sich: Abstrakt über diese Frage zu diskutieren, ist eine Sache - eine andere ist es, im und am eigenen Leben damit konfrontiert zu werden. Und besonders brisant wird es dann, wenn zwei, die zueinander gehören, zu ganz unterschiedlichen Antworten finden. In einem Buch mit dem Titel "Vom Leben und Sterben" hat das Ehepaar seine Auseinandersetzung dokumentiert.

Im Rahmen der ökumenischen Gespräche zum kirchlichen und gesellschaftlichen Leben lädt die „Initiative ‚Wir müssen reden!‘“ in Kooperation mit der Calenberger Diakoniestiftung, die ihr 10-jähriges Bestehen feiert, und dem Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen für Montag, 25. November, um 19 Uhr zu Lesung und Gespräch mit dem Ehepaar Schneider in den Gemeindesaal der Petrusgemeinde ein.

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Von Lisa Malecha

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