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Umland Barsinghausen Nachrichten Der Haushalt 2017 ist beschlossen
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15:48 09.12.2016
Der Haushalt 2017 ist beschlossen.
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Barsinghausen

Finanz-Fachdienstleiter Stefan Müller hat in die Vorlage die von den Fraktionen im Finanzausschuss eingebrachten Zusatzanträge eingearbeitet und die neuen Zahlen vorgelegt. Danach hat der Ergebnishaushalt ein Volumen von 62 670 600 Euro. Müller rechnet mit einem Überschuss von 356 200 Euro. Als Grund nannten er und Bürgermeister Marc Lahmann höhere Zuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich. Im Finanzhaushalt wird mit Einnahmen in Höhe von 5 073 100 Euro gerechnet. Die Ausgaben bezifferte der Fachdienstleiter mit 14 638 600 Euro. Die Kreditermächtigung wird 7 877 200 Euro betragen.

Barsinghausen sei seit der 2011 beschlossenen Haushaltskonsolidierung auf einem guten Weg, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing: „Wir dürfen weiterhin nicht die Kosten aus den Augen verlieren und die Stadt trotzdem nicht kaputtsparen.“ Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den anderen Fraktion bezeichnete Messing als sehr gut. Der interfraktionelle Dialog sei von konstruktivem Geist geprägt gewesen, bestätigte Gerald Schroth, CDI-Fraktionschef: „So habe ich das in zehn Jahren nicht erlebt.“ Die Schnittmenge sei groß, urteilte auch Bernhard Klockow (FDP): „Wir sind vertrauensvoll miteinander umgegangen. Das ist schon ein Wert für sich.“

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Laut Kerstin Beckmann (AFB) ist es nun an der Zeit sich die Handlungsfähigkeiten zurück zu erarbeiten. Es sei in den vergangenen Jahren in den Bereichen Hoch- und Tiefbau zu viel liegen geblieben. Nach Christian Röver (Grüne) liegt dies auch an der Abwanderung von Fachkräften in der Verwaltung: „Wir müssen diesen Aderlass stoppen.“ Einig waren sich alle, dass in die Bildung investiert werden muss, in die Sportförderung, Feuerwehr und das Ehrenamt. „Die Menschen sind das Fundament der Stadt, nicht Stein und Mörtel“, sagt Schroth. Dennoch sei der Wohnungsbau, auch der qualitativ hochwertige ein wichtiger Bereich der Stadtentwicklung, auch in den Ortsteilen.

Dem „Stiefkind Kultur“, wie es Messing nannte, will sich die Stadt nun auch wieder widmen. Einen Zuschuss von 100 000 Euro soll der Kulturverein Krawatte erhalten. Diese Förderung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Verein an weitere Fördertöpfe kommt. Allerdings erhält die Summe einen Sperrvermerk. Der Kulturverein muss ein Konzept vorlegen, damit später nicht weitere hohe Zuschüsse für die Betriebskosten des geplanten Kulturzentrums an der Egestorfer Straße fällig werden.

Von Jörg Rocktäschel