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14:29 07.12.2017
Heike Kallweit (rechts) und Heidi Wahl vom DRK Egestorf schauen sich die Übungen der Kinder im Projekt "Gewaltfrei Lernen" an. Quelle: Frank Hermann
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Egestorf

 Gute Erfahrungen sammelt die Ernst-Reuter-Schule (ERS) mit dem Präventiponsprojekt „Gewaltfrei Lernen“: Mithilfe praktischer Übungen erfahren die Kinder aus allen vier Unterrichtsjahrgängen, Probleme und Konfliktsituationen ohne aggressives oder impulsives Verhalten zu lösen. Zum dritten Mal nimmt die Grundschule derzeit an diesem Projekt teil.

Kinder der Ernst-Reuter-Schule üben im Projekt „Gewaltfrei Lernen“, sich in Konfliktsituationen ohne Aggressionen zu behaupten.

Trainerin Larissa Koch leitet das Projekt und vermittelt den Schülern dabei nicht nur eine selbstbewusste Körpersprache, sondern auch soziale Grundregeln. „Zu diesen Regeln gehört: Nicht treten, nicht schlagen, nicht hauen. Außerdem will ich die Kinder darin bestärken, klare Aussagen mit Worten und mit einer deutlichen Haltung zu treffen“, erläuterte die Projektleiterin beim Training am Donnerstag.

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Wichtig sei es, den Kindern im Training verschiedene Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, falls es auf dem Schulhof zu Rempeleien oder zu Beleidigungen kommt. „Es gibt immer Möglichkeiten, solche Situationen selbstständig zu lösen, ohne dabei andere Kinder verbal oder körperlich zu verletzen“, sagte Larissa Koch.

Kommunikations- und Bewegungsübungen helfen den Erst- bis Viertklässlern, ihrem Alter entsprechend ein Sprach- und Handlungsrepertoire zu entwickeln. Ziel sei es, Konflikte deeskalierend und fair lösen zu können.

„Unsere Schüler nehmen diese Hinweise und die praktischen Übungen sehr gut an. Sie lernen es, Mut zu haben und stark zu sein, um Konflikte entweder von vornherein vermeiden oder aus der Welt zu schaffen“, betonte ERS-Leiterin Edith Lutterbüse

Mittlerweile sei das Projekt „Gewaltfrei Lernen“ ein Teil des Schulprogramms in Egestorf. Daran wolle die Grundschule auch festhalten, versicherte die Leiterin.

Dank einer finanziellen Zuwendung des DRK-Ortsvereins Egestorf sowie der Sparda Bank habe die Schule den Eigenanteil der Eltern auf 1 Euro pro Schüler begrenzen können. „Diese Unterstützung ist für uns als Schule schon eine sehr wichtige Hilfe“, sagte Edith Lutterbüse im Gespräch mit Heidi Wahl und Heike Kallweit vom Egestorfer DRK, die sich am Donnerstag einen Eindruck vom Projekt „Gewaltfrei Lernen“ verschafften.

Von Frank Hermann