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Umland Barsinghausen Nachrichten Drohen Katzenhaltern Geldbußen?
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00:15 13.06.2013
Katzen die draußen frei herumlaufen, sollen kastriert und gechipt werden.
Katzen die draußen frei herumlaufen, sollen kastriert und gechipt werden. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Barsinghausen

Die Barsinghäuser Grünen haben den Erlass der Verordnung auf die Tagesordnung der Ratsgremien gebracht. Der Entwurf sieht vor, dass Katzenhalter grundsätzlich in der Pflicht sein sollen, ihr Tier kastrieren und kennzeichnen zu lassen, bevor es sich außerhalb der Wohnung bewegen darf. Als Katzenhalter soll demnach auch gelten, wer frei laufende Katzen füttert. Bei Verstößen gegen die Verordnung sollen Geldbußen bis zu 5000 Euro fällig werden.

Von der großen Zahl frei laufende Katzen gingen Gefahren aus, diese verschmutzten Spielplätze und seien gefährlich für Singvögel, begründet Grünen-Ratsherr Thomas Lux den Vorstoß seiner Fraktion. Unterstützung gibt es vom Tierschutzverein, der sich um aufgegriffene Katzen kümmern muss: „Das Ziel ist, weniger Katzen zu haben“, sagt Vorsitzender Ernst Wildhagen. Dass Katzen noch nicht zu einem öffentlich wahrgenommenen Problem geworden seien, liege vor allem an der Arbeit des Tierschutzvereins.

Die CDU hält nichts von der Verordnung. Es handele sich um einen Schildbürgerstreich, sagt Fraktionschef Roland Zieseniß. „Auch gekennzeichnete Katzen machen auf Spielplätze.“ Die Fraktionen Aktiv für Barsinghausen, UWG und FDP werben nun für einen Kompromissvorschlag: Demnach bleiben Kennzeichnung und Kastration erklärtes Ziel, allerdings soll die Stadt auf die Androhung einer Geldbuße und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren verzichten.

Jennifer Krebs 10.06.2013