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22:47 03.07.2013
Elke Stemme gibt ihr Tabakwarenfachgeschäft nach 36 Jahren schweren Herzens auf. Den alteingesessenen Laden hatte sie 1977 von August Wüstefeld übernommen. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Für ein Traditionsgeschäft in der Innenstadt kommt spätestens am Monatsende das Aus: Inhaberin Elke Stemme gibt ihren Tabakshop nach 36 Jahren auf. Zwei Ladeneinbrüche vor wenigen Wochen haben die Geschäftsfrau dazu gebracht, einen Schlussstrich zu ziehen.

„Das Tabakgeschäft lag mir immer sehr am Herzen, das war mein Baby. Und ohne die zwei schweren Einbrüche am letzten Mai-Wochenende hätte ich den Absprung wahrscheinlich nie geschafft“, sagt Elke Stemme, die im August ihren 72. Geburtstag feiert. An zwei Nächten hintereinander waren Einbrecher in das kleine Geschäft an der Breiten Straße eingedrungen. Die Diebesbeute und der Schaden summierten sich auf nahezu 20.000 Euro.

„Nach dem zweiten Einbruch bin ich zusammengebrochen“, sagt die Ladeninhaberin. Kurze Zeit später habe sie schweren Herzens den Entschluss gefasst, ihr kleines Geschäft zu schließen. „Es tut weh, nach so langer Zeit aufzuhören. Seit 36 Jahren habe ich fast jeden Tag hinter dem Tresen gestanden. Aber jetzt ist Schluss“, sagt die gebürtige Hannoveranerin.

Im Jahr 1977 hat Stemme das alteingesessene und damals noch an der Marktstraße beheimatete Tabakwarenfachgeschäft von August Wüstefeld übernommen. Nach 18 Jahren zog Stemme mit ihrem Laden an die Breite Straße.

Zum Sortiment gehörten seit jeher Tabakwaren und Zubehör aller Art - von Zigaretten und Zigarren bis zu Pfeifen in unterschiedlichen Größen und Formen. „Sämtliche Pfeifentabake bei uns im Laden habe ich selbst probiert und konnte dazu meine individuellen Empfehlungen geben“, sagt Stemme. Viele ihrer Stammkunden schätzten zudem die Möglichkeit zu einem Plausch bei Kaffee und Zigaretten im kleinen Ladengeschäft mit Stemme und mit deren langjähriger Mitarbeiterin Bärbel Dohmen. „Ich habe mich immer auf meine Menschenkenntnisse verlassen können und wusste, mit den Leuten umzugehen“, sagt Stemme.

In diesen Tagen verkaufe sie die restlichen Warenbestände. Spätestens Ende dieses Monats will die Geschäftsfrau den Laden schließen. Ihre künftige Freizeit will Stemme vor allem für Reisen und natürlich für ihre Enkelkinder nutzen.

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