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17:43 01.03.2016
Sprechen über Herausforderungen in der Schulpolitik: Fred Wellhausen (von links), Bernhard Klockow, Björn Försterling und Jörn Benseler.
Sprechen über Herausforderungen in der Schulpolitik: Fred Wellhausen (von links), Bernhard Klockow, Björn Försterling und Jörn Benseler. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Innerhalb der vergangenen neun Monaten nahmen die Schulen in Niedersachsen laut Försterling rund 32 000 junge Flüchtlinge auf – mit zumeist völlig unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen. "Sie treffen auf Schulen, die sich sehr bemühen, die Beschulung leistungsgerecht hinzubekommen“, sagte Bernhard Klockow, Vorsitzender der Barsinghäuser FDP-Ratsfraktion, während des öffentlichen Stammtisches seiner Partei.

Mittlerweile stoßen die Schulen nach Einschätzung von Björn Försterling jedoch immer mehr an ihre Grenzen: "Vor allem die personellen Ressourcen reichen für den Deutschunterricht in den Sprachlernklassen kaum noch aus", betonte der Bildungsexperte.

Lehrer und ehrenamtliche Helfer seien nicht nur gefordert, den Jugendlichen die deutsche Sprache beizubringen und sie für den regulären Schulunterricht fit zu machen. "Sie sind außerdem in vielen Fällen auch noch Familienersatz und Sozialarbeiter für die jungen Leute", erläuterte Försterling, der vor einer wachsenden Ermüdung und Resignation in den Schulkollegien warnte.

Hinzu kommen weitere Anforderungen an die Schulen, wie unter anderem die Inklusion. "Mein Wunsch ist es, die personelle und finanzielle Ausstattung an den Schulen spürbar zu verbessern. Schulen mit Sprachlernklassen müssen zum Beispiel ein höheres Schulbudget erhalten, um zusätzliches Lehrmaterial bezahlen zu können", formulierte Försterling seine Forderungen zur Entlastung der Schulen.

Von Frank Hermann