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Umland Barsinghausen Nachrichten FDP entwickelt neue Ideen für die Brecht-Schule
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19:13 26.05.2016
Mitglieder der Barsinghäuser FDP begutachten in einem Klassenraum im Altbau Gebäudepläne der Bert-Brecht-Schule.
Mitglieder der Barsinghäuser FDP begutachten in einem Klassenraum im Altbau Gebäudepläne der Bert-Brecht-Schule. Quelle: Andreas Kannegießer
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Barsinghausen

Die Bert-Brecht-Schule (BBS) hat zurzeit noch 76 Schüler, wird im Zuge der vom Land beschlossenen Abschaffung der Förderschulen mit Schwerpunkt Lernen aber voraussichtlich in etwa vier Jahren auslaufen. Laut Ratsbeschluss wird das BBS-Gebäude danach zwei Jahre lang als Ausweichquartier für die Wilhelm-Stedler-Grundschule dienen, die am bisherigen Standort neu gebaut wird.

Damit die Bert-Brecht-Schule als Ausweichstandort genutzt werden könne, müsse die Stadt eine hohe Summe investieren, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Klockow am Donnerstagabend bei einem Ortstermin in dem Gebäude. Aus Sicht der FDP ist es sinnvoll, dieses Geld nicht nur für zwei Jahre einzusetzen, sondern das Gebäude so herzurichten, dass es danach mittelfristig zu einem Treffpunkt in Alt-Barsinghausen werden könnte. „Für Vereine und Gruppen gibt es keine Räume in der Kernstadt“, bedauerte Klockow. „Ein soziales Zentrum fehlt an allen Ecken und Enden.“

Ein Familienzentrum wie in Rethen würde fast vier Millionen Euro kosten, haben die Freidemokraten bei einer Besichtigung dieser Einrichtung erfahren. So viel müsste in Barsinghausen längst nicht investiert werden, glaubt die FDP. Viele Gebäudeteile der Bert-Brecht-Schule seien durchaus in gutem Zustand, finden die Freidemokraten. „Für Vereine und Gruppen wären die Räume richtig gut geeignet“, sagte Klockow. Auch eine Krippe, ein Hort und die Stadtbücherei könnten nach seinen Worten im Gebäude der Brecht-Schule untergebracht werden. Die FDP hält es für möglich, das Schulgebäude auf diese Weise ohne allzu großen Aufwand für weitere zehn bis 15 Jahre im Interesse aller Bürger zu nutzen. Die Stadt hatte bisher geplant, die Brecht-Schule nach dem Neubau der Wilhelm-Stedler-Schule abzureißen und das Areal als Bauland zu vermarkten.

Von Andreas Kannegießer