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Umland Barsinghausen Nachrichten Findling wird nicht zertrümmert
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20:39 14.08.2014
Von Jörg Rocktäschel
Der Findling bei Ostermunzel bleibt vorerst liegen.
Der Findling bei Ostermunzel bleibt vorerst liegen. Quelle: Rocktäschel
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Barsinghausen

Nach dem Bericht gestern in der Calenberger-Zeitung haben sich die Region Hannover und auch das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ARL) bei Voges gemeldet. Er darf den Findling nun vorerst nicht mehr anrühren. Geahnt hatte der Landwirt bereits, dass er da möglicherweise etwas Besonderes entdeckt hat. Daher hatte er seinen Fund bei der Stadt angezeigt. Es gibt eine Bestimmung, dass Findlinge mit einem Durchmesser von mehr als zwei Metern gemeldet werden müssen.

„Herr Voges hat alles richtig gemacht“, bestätigt Klaus Abelmann, Pressesprecher der Region. Kosten werden auf den Landwirt nicht zukommen. Allerdings muss er sich darauf einstellen, dass der auf ein Gewicht von 30 Tonnen geschätzte Brocken bis zum Abschluss der Untersuchung und der Klärung, was damit geschehen soll, auf dem Acker liegenbleiben muss.

Sollte der große Findling tatsächlich während der Eiszeit von Gletschern ins Calenberger Land geschoben worden sein, bestehe großes Interesse daran, diesen auszustellen, sagte gestern Heinz-Jürgen Richter vom ARL. Voraussetzung sei, dass die Kosten vertretbar seien und der Findling bewegt werden könne. Fachleute hielten dies für möglich. Nach Abschluss der Untersuchung ist die Regionsversammlung am Zuge: Sie muss entscheiden, ob der Findling zum Naturdenkmal erklärt wird. Zur Zeit gibt es elf Naturdenkmale im Westen der Region. Mehr auf Seite 4

14.08.2014
Jörg Rocktäschel 14.08.2014