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Umland Barsinghausen Nachrichten Umbau der Bahnhofstraße belastet Geschäftsleute
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00:15 25.09.2017
Regina Geilmann (von links),  Ute Gentemann und Isabel Otto beklagen, dass viele Kunden von der Baustelle von einem Besuch ihrer Läden abgehalten werden. Quelle: Malecha
Barsinghausen

Schon im Mai hatte die Umgestaltung der bisher eher tristen Bahnhofstraße begonnen. Mehr Platz für Fußgänger und eine höhere Anzahl von Parkplätzen bei deutlich schmalerer Fahrbahn sollen die Straße aufwerten. Doch die Umgestaltung belastet die Geschäftsleute. „Seit dem die Arbeiten begonnen haben, kommen erheblich weniger Kunden zu uns“, sagt Regina Geilmann von Optik Kerber. Gerade mit dem Rollator oder einem Kinderwagen sei die Huckelpiste vor den Geschäften nur schwer zu bewältigen.

„Wenn nun auch noch der Bürgersteig weg kommt, dann wird das für uns eine extreme Situation“, befürchtet sie. Dass die Kunden weiterhin mit dem Auto bis vor die Ladentür fahren können, wissen nur wenige. „Die Verwaltung hat extra den Poller, der sonst den Fußweg zur Friedhof versperrt hat, entfernt“, sagt Ute Gentemann vom benachbarten Schuhhaus Hecht. So können Kunden über die Osterstraße und schließlich über den eigentlich nur für Fußgänger freigegebenen Weg bis auf den Parkplatz des Ärztehauses vorfahren und von dort die Hintereingänge der Läden an der Bahnhofstraße nutzen.

Wie Optik Kerber verzeichnet auch das Schuhhaus Hecht einen Kundenrückgang. „Wir haben auch zahlreiche fußkranke Kunden, für die ist die Baustelle ein echtes Problem“, sagt Gentemann. Doch nicht nur die, die schlecht zu Fuß sind, schrecke die Baustelle ab. „Gefühlt muss man jeden Tag wo anders langgehen, das hält auch viele andere vom Besuch ab“, sagt Geilmann.

Daher haben zahlreiche Geschäftsleute schon einen „Baustellenrabatt“ eingeführt. „Für mich rechnet sich das finanziell eigentlich nicht, aber ich muss den Menschen einen Anreiz geben, die Baustelle zu überwinden“, sagt sie. Dennoch seien beide Frauen zufrieden mit der Art, wie die Baustelle geführt wird. „Die geben sich Mühe, dass unsere Läden erreichbar bleiben“, sagt Geilmann. Dennoch könnten die kleinen Läden diese Situation nicht ewig überleben.

Von Lisa Malecha

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