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Nachrichten Bergung von Findling wird zum Spektakel
Umland Barsinghausen Nachrichten Bergung von Findling wird zum Spektakel
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16:14 18.03.2015
Von Bernd Haase
Der Gneis ist vor anderthalb Jahren entdeckt worden. Quelle: Ole Spata
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Barsinghausen

Der rund 50 Tonnen schwere Gneisbrocken mit einem Gesamtumfang von zehn Metern wird aus der Erde geholt und an einen Platz in der Nähe verfrachtet, an dem ein gern benutzter Radweg vorbeiführt. 15.000 Euro lässt sich die Region Hannover die Aktion kosten - unter anderem deshalb, weil der Koloss von Ostermunzel als Naturdenkmal eingestuft wird.

„Wir registrieren ein gewaltiges Medieninteresse an dem Findling“, sagt Abelmann. Und nicht nur das: Weil sich in der Vergangenheit zahlreiche Schaulustige auf den Weg zum Acker an der Kreisstraße gemacht haben, rechnet die Region auch zur eigentlichen Bergung mit starkem Andrang. „Wir überlegen, was wir im Einzelnen dort veranstalten“, sagt Abelmann. Die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Munzel ist schon konkreter. „Wir können die Organisation des Parkens und die Absperrung übernehmen - sowie die Versorgung der Zuschauer mit Getränken und Bratwürstchen“, schreibt der Vorsitzende Henning Schrader.

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Neben dem Findling von Ostermunzel gibt es in Norddeutschland noch weitere interessante Steine. Ein Vergleich.

Der Gneis ist vor anderthalb Jahren entdeckt worden, als Landwirt Hans-Heinrich Voges beim Pflügen mit einer Schar an ihm hängen blieb. Der Brocken ist nicht nur ungewöhnlich groß, sondern wirklich steinalt. Geologen taxieren ihn auf zwei Milliarden Jahre. Die weitaus meisten davon hat er in Skandinavien verbracht, bis er dann abgeschoben wurde - von den Gletschern der Saale-Eiszeit vor 200.000 Jahren, die ihn in die Region Hannover verfrachteten.

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