Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Kirche befragt ihre Gemeindeglieder
Umland Barsinghausen Nachrichten Kirche befragt ihre Gemeindeglieder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 05.02.2017
Freuen sich auf einen bunten Strauß von Ideen (von links): Karola Königstein, Elmar Orths, Dorothee Warneke und Waltraut Krüger.
Freuen sich auf einen bunten Strauß von Ideen (von links): Karola Königstein, Elmar Orths, Dorothee Warneke und Waltraut Krüger. Quelle: Rocktäschel
Anzeige
Landringhausen

„Sie haben uns gerade noch gefehlt!“ heißt es in der zweiten Zeile, und das ist der Aufruf an alle rund 1900 Gemeindeglieder von St. Severin und St. Michaelis, am Donnerstag, 16. Februar, um 19.30 Uhr ins Gemeindehaus Landringhausen zu kommen, um gemeinsam zu überlegen, wie die Zukunft der Kirchenarbeit gestaltet werden kann und soll. „Die Fusion und etliche Bauarbeiten haben wir hinter uns, nun geht es um die Aufgaben, die tägliche Arbeit“, sagt Pastor Elmar Orths. Zusammen mit dem Kirchenvorstand und der Diakonin Diakonin Karola Königstein aus Wunstorf hat er überlegt, wie sie vorgehen wollen.

Königsstein hat eine Ausbildung als Freiwilligenmanagerin. „Kirche hat in den Dörfern einen hohen Stellenwert. Sie kann den Menschen ein Podium geben, bietet Seelsorge, Treffpunkte. Das darf in Zukunft nicht untergehen“, sagt sie. Doch es sollte allen klar sein, dass das ohne Hilfe nicht laufen könne, die Gemeindeglieder sich engagieren müssen. Die Arbeit könne nicht auf nur einem Pastor und dem Kirchenvorstand lasten, sondern müsse auf mehr Schultern verteilt werden.

„An den Abend wollen wir wissen, was wollt ihr, was können wir in Gang setzen, welche Ideen habt ihr“, sagt Orths. Kirchenvorstandmitglied Dorothee Warneke ergänzt: „Jeder kann sich so einbringen, wie und wo er möchte. Das kann eine Stunde im Monat sein, oder regelmäßige, wöchentliche Mitarbeit.“ „Wir möchten auch die erreichen, die nicht regelmäßig zu uns kommen“, betont ihre Vorstandskollegin Waltraut Krüger. Es gelte, das Bewährte zu bewahren und außerdem offen für Neues zu sein. „Kein Besucher des Abends muss befürchten, dass er gleich eine Verpflichtungserklärung zur Mitarbeit unterschreiben muss. Aber die Wünsche, Ideen und Anregungen sind uns wichtig“, sagt Königstein.

Die Fusion der beiden Kirchengemeinden ist hauptsächlich aus organisatorischen Gründen vollzogene worden, doppelte Strukturen entfallen, so ist zum Beispiel nur noch ein Haushalt notwendig. „Der Kirchenvorstand allein ist nicht die Gemeinde, wenn wir uns auf wichtige Themen fokussieren. Alle zusammen können gestalten, das entspricht unserem Bild von Kirche“, hatte Orths schon während des Neujahrsempfang betont. Nun freut er sich mit dem Kirchenvorstand auf einen bunten Strauß von Ideen.

Von Jörg Rocktäschel