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20:35 02.07.2013
Detlef Bischoff steht am Anschlussschrank des Stromzählers der Eon-Avacon, für den das Unternehmen fälschlicherweise Rechnungen schickte. Quelle: Carsten Fricke
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Barsinghausen

Modelleisenbahnen verbrauchen nicht viel Strom: Davon sind die Mitglieder des Modelleisenbahnclubs (MEC) Barsinghausen überzeugt. Dennoch stapelten sich bei dem Klub zwei Jahre lang Rechnungen und Mahnungen der Eon-Avacon, die trotz der Einwände des MEC-Vorstands weiter einen Stromzähler berechnete, den der Verein gar nicht besitzt. Erst ein Hilferuf an die Fernsehsendung Stern-TV brachte schließlich Erfolg.

„Sie haben sich über uns geärgert - und das zu Recht“, räumte Eon-Avacon nach der Anfrage von Stern-TV in einem Entschuldigungsschreiben ein. Der Stromversorger hatte dem MEC fälschlicherweise einen Stromzähler in einem wenige Meter vom Klubheim an der Berliner Straße entfernten Anschlussschrank in Rechnung gestellt, den die Eon-Avacon sogar selbst betreibt.

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„Es ist schon eine Lachpille, dass die nicht einmal ihren eigenen Zähler kennen“, sagte der MEC-Vorsitzende Detlef Bischoff. Dennoch habe der Verein die Rechnungen und Mahnungen über zuletzt mehr als 300 Euro nicht einfach ignorieren können. „Für uns bestand das Problem, dass wir sonst einen sogenannten Titel hätten bekommen können“, sagt Bischoff. Der Verein habe daher reagieren müssen, damit aus den ungerechtfertigten Rechnungen keine einklagbaren Kosten entstehen. Doch alle Verweise auf die unterschiedliche Nummer des Stromzählers im Klubheim, Telefonate und sogar ein Termin mit einem Mitarbeiter des Energieversorgers vor Ort hätten nichts gebracht, sagte Bischoff. Der Verein erhielt weiterhin Mahnungen mit dem Hinweis auf eine mögliche Sperrung des Stromanschlusses, bis letztlich der Weg über die Fernsehsendung ein Ergebnis brachte: Sämtliche fehlerhaften Rechnungen seien inzwischen storniert, teilte die Eon-Avacon im Entschuldigungsschreiben mit.

Als Aufwandsentschädigung habe der Stromversorger zudem 60 Euro auf das Konto des Vereins überwiesen.

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