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Umland Barsinghausen Nachrichten Mehr Strom als gedacht produziert
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00:15 01.12.2013
Auf dem südlichen Dach der Wilhelm-Stedler-Schule produziert die Solaranlage seit 2003 elektrische Energie. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Als Gemeinschaftsvorhaben konzipierten Mitglieder des Energietisches Barsinghausen im Jahr 2002 diese Solaranlage mit einer rund 60 Quadratmeter großen Kollektorfläche auf dem südlichen Schuldach. „Damals haben wir Pionierarbeit für die Nutzung von Sonnenenergie geleistet. Bürger hatten die Möglichkeit, sich mit Anteilen an der Betreibergesellschaft zu beteiligen“, sagt Reiner Bruchmann, zweiter Geschäftsführer neben Hartmut Friedrich. Zur Finanzierung der rund 43.000 Euro teuren Anlage trugen die 44 Gesellschafter mit Anteilen von jeweils mindestens 500 Euro bei. Außerdem nahm die Gesellschaft einen Kredit auf. „Diesen Kredit konnten wir dank einer bislang sehr guten Stromproduktion mittlerweile zurückzahlen“, sagt Hartmut Friedrich. Laufe die auf eine Betriebsdauer von 20 Jahren ausgelegte Anlage im nächsten Jahrzehnt so problemlos weiter wie bisher, dann gehe die Rechnung auf - „und wir könnten im Jahr 2023 die Einlagen zurückzahlen“, sagt Hartmut Friedrich.

Ursprünglich habe die Betreibergesellschaft mit einem jährlichen Stromertrag aus der Sonnenenergie von maximal 4500 Kilowattstunden gerechnet. „Erreicht haben wir deutlich höhere Erträge, zum Teil mehr als 5000 Kilowattstunden pro Jahr“, sagt Dirk Nolte, der die Geschäftsführung beratend unterstützt. Allerdings steht ein Betrieb für weitere zehn Jahre, wie vertraglich vereinbart, in den Sternen. „Wir sehen die Gefahr, dass die Stadt Barsinghausen das Schulgebäude aufgibt. Dann müsste die Stadt unsere Gesellschaft für die entgangenen Betriebsjahre entschädigen“, sagt Bruchmann. Er sei verwundert darüber, dass die Stadt noch keine Gespräche mit der Betreibergesellschaft geführt und in den Diskussionsprozess mit eingebunden habe.

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 Frank Hermann

Treeske Hönemann 28.11.2013
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