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00:16 13.05.2017
Jörg Schlatterer (links) und Jörn Döhnert leiten die Männertrauergruppe im Lebenshaus. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Jörg Schlatterer und Jörn Döhnert leiten gemeinsam die Gruppe bei ihren regelmäßigen Treffen jeweils am dritten Dienstag des Monats von 18 bis 20 Uhr im Lebenshaus an der Hinterkampstraße 14.

"Männer wünschen sich in ihrer Trauer eine andere Unterstützung und einen anderen Umgang als Frauen. Darum fühlen sich unsere männlichen Besucher zum Beispiel beim offenen Trauercafé nicht richtig aufgehoben, weil sie einen anderen Gesprächsbedarf haben als Frauen", erläutert Schlatterer.

Seine Erfahrungen aus den ersten Gruppentreffen zeigen: Männer versuchen, ihre Gefühle möglichst rational zu ordnen und nur wenig Emotionen zu zeigen. "Ihre Trauer sitzt genauso tief wie bei Frauen, diese Trauer sieht für Außenstehende nur anders aus", sagt Jörn Döhnert.

Für diese Männer sei es häufig eine große Erleichterung, in der Gruppe mit Menschen zusammen zu kommen, die ihren emotionalen Stress ebenfalls ordnen und für sich bewältigen wollen. Zu einer gesunden Bewältigung des Trauerprozesses gehört es nach Einschätzung der Gruppenleiter, dass sich die Männer ihre Gefühlen eingestehen und sich diesen Gefühlen auch stellen: "Verdrängung hilft nicht weiter", betont Döhnert.

Darauf habe sich die erste Männertrauergruppe des Ambulanten Hospizdienstes eingestellt. Jeder Teilnehmer werde mit seinen persönlichen Bedürfnissen berücksichtigt.

"Unser Angebot ist gut angelaufen, zu unseren Treffen kommen jeweils fünf bis zehn Leute", sagt Jörg Schlatterer. Das nächste Treffen beginnt am Dienstag, 16. Mai, um 18 Uhr im Lebenshaus.

Anmeldungen und Auskünfte sind bei Hospizdienst-Koordinatorin Christine Großpietsch unter der Telefonnummer (05105) 5825114 möglich.

Von Frank Hermann

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