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Umland Barsinghausen Nachrichten Stadt sucht größere Gebäuden für Flüchtlinge
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19:23 16.02.2015
Das alte Feuerwehrgerätehaus wird vorsorglich nicht verkauft. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

„Bisher ist die Lage in Barsinghausen entspannt“, sagt Sozial-Fachdienstleiterin Heide Heyerhorst. „Bis zum Sommer kommen wir auf jeden Fall hin.“ Hintergrund ist die bisher große Bereitschaft der Barsinghäuser, Wohnungen und Häuser zur Verfügung zu stellen. Nach Angaben der Verwaltung hat die Stadt bisher in zehn Ortsteilen 28 Wohnungen zur Unterbringung von Asylbewerbern angemietet und darin 109 Personen untergebracht. In diesem Monat kommen noch drei weitere Wohnungen mit 24 Unterkunftsplätzen hinzu. „Glückwünsche an die Barsinghäuser“, sagt der Erste Stadtrat Georg Robra.

Die große Bereitschaft, Wohnungen bereitzustellen, sei ein Ausdruck von Willkommenskultur. „Die Flüchtlinge wohnen unter uns“, sagt Robra. Zurzeit hat die Stadt Barsinghausen 229 Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht. Allerdings wird die Barsinghäuser Verwaltung laut Verteilungsschlüssel der Region bis zum 30. September voraussichtlich weitere 136 Zuwanderer unterbringen müssen. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir dieser steigenden Zahl gerecht werden“, sagt Robra. „Schön, dass wir noch einen Puffer haben – aber wir brauchen einen größeren Puffer.“ Es gelte, weiter zusammenzurücken. In der Asylbewerberunterkunft am Ohweg in Goltern leben zurzeit 45 Menschen, 23 Plätze dort sind noch frei. 75 Asylbewerber wohnen laut Verwaltung in selbst angemieteten Wohnungen. In Wohnungen gibt es noch 26 freie Plätze, sodass insgesamt derzeit 49 Menschen sofort untergebracht werden können

Die Stadt will gerüstet sein, falls sich die Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylbewerbern ungebremst fortsetzt. Die Verwaltung ist deshalb auf der Suche nach Gebäuden, die zur Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind. „Wir schauen uns gerade größere Objekte im Stadtgebiet an“, sagt Bürgermeister Marc Lahmann. „Wir denken dabei über Bestandsimmobilien nach.“ Welche das sind, will der Verwaltungschef noch nicht sagen.

Fragezeichen hinter Unterkunft am Ohweg

Zusätzlich hat die Verwaltung vorsorglich alle Verkaufspläne für städtische Immobilien auf Eis gelegt, die nicht mehr gebraucht werden. Dazu gehören nach Lahmanns Worten das alte Feuerwehrgerätehaus an der Hinterkampstraße ebenso wie der Kindergarten Stemmen. Der Stemmer Kindergarten an der Kantorstraße steht seit dem vergangenen Sommer leer, als die neue Betreuungseinrichtung am Ohweg in Großgoltern in Betrieb genommen wurde. Auch das Gebäude der Bantorfer Grundschule steht auf dieser Liste. Die Stadt gibt den Schulstandort Bantorf auf. Zum Schuljahresende im Sommer wechselt der letzte Jahrgang ins benachbarte Hohenbostel.

Ein Fragezeichen steht noch hinter der Zukunft der städtischen Asylbewerberunterkunft am Ohweg. Die Baugenehmigung für das provisorische Gebäude läuft 2016 aus. Eigentlich wollten Verwaltung und Politik das Heim dann abreißen und anderswo eine neue Gemeinschaftsunterkunft errichten lassen. Bei einer Ausschreibung für einen Neubau hatte die Stadt aber keinen Betreiber gefunden, der zu ihren finanziellen Vorstellungen passte. Möglicherweise könnte das Heim am Ohweg nun doch noch länger gute Dienste leisten. „Das ist eine politische Entscheidung“, sagt Fachdienstleiterin Heide Heyerhorst.

Schnelle Fortschritte wünscht sich die Ortsfeuerwehr Hohenbostel für die Erweiterung des Gerätehauses am Brohmhof. Ortsbrandmeister Ralf Buch kündigt einen Bauantrag „in Kürze“ an und hofft auf eine Ausschreibung für den Anbau möglichst noch in diesem Jahr.

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