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Umland Barsinghausen Nachrichten Stadtfest mit Schirm, Charme und Musik
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00:15 03.09.2014
Tausende Besucher kamen am Sonntag zum Stadtfest in Barsinghausen.
Tausende Besucher kamen am Sonntag zum Stadtfest in Barsinghausen. Quelle: Heidi Rabenhorst
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Barsinghausen

Andreas Dreier von der Interessengemeinschaft (IG) Stadtfest bringt die Lage am Sonnabendabend auf den Punkt: „Wenn die Jetlags spielen, kann es aus Eimern kübeln, dennoch ist der Thie brechend voll“, sagt er. Fröhlich stehen die Zuhörer schon zu Beginn des Auftritts der Band dicht gedrängt und singen bei deren gecoverten Rock- und Popsongs laut mit. Die Band eint Zuschauer zwischen zehn und 70 Jahren. Auf der Bühne am Rathaus heizt zur gleichen Zeit Strange Brew mit Klassikrock ein.

Sonntagnachmittag ist das Bild das gleiche. Der Thie ist voll, es wird sogar getanzt – zumindest da, wo ein wenig Platz ist. Die Smokie Revival Band spielt und klingt wie das Original. „Besser geht es nicht“, schwärmt auch IG-Vorsitzender Klaus Danner. So nebenbei freut er sich über das Lob, dass ihm die Bands zollen: Die Organisation sei gut, bekommt er mehrfach zu hören.

Die Anzahl der Besucher ist für ihn schwierig zu schätzen. Sonnabend seien es weniger als im Vorjahr gewesen, dafür habe es am Sonntag gebrummt. Insgesamt gleiche sich das aus, sodass der Schnitt stimme. Viele Besucher reisen mit Bus und S-Bahn an. „Massen wie bei Hannover 96“, urteilt eine Stadtfestbesucherin aus Ronnenberg.

Zufriedenheit auch bei den Standbetreibern. Der Vodafone Partystand ist voll, ein paar Meter weiter stehen die Menschen an, um sich mit Wurst einzudecken: Der Bördelümmel XXL ist gefragt. Ebenso der Baschespieß bei der Konkurrenz. Das Personal bestätigt: „Die Leute sind alle nett hier.“ Und geduldig sind sie auch, denn obwohl die Durchgänge breiter geworden sind, herrscht dichtes Gedränge. Manche Gruppen müssen immer nebeneinander gehen. Bei Gosch aus Sylt vor der Wilhelm-Stedler-Schule ist kein Sitzplatz frei, und davon gibt es reichlich. Ein Gewinn für das Stadtfest, meint IG-Chef Danner.

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Die Bilder vom Sonntag

Tausende Besucher kamen zum Stadtfest nach Barsinghausen.

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Die Bilder vom Sonnabend

Auf dem dreitägigen Stadtfest in Barsinghausen startet der Sonnabend mit Musik aus dem wilden Westen und buntem Kindergrogramm.

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Die Bilder vom Freitag

Gelungener Auftakt des dreitägigen Stadtfestes Barsinghausen

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Spaßprogramm für jedes Alter

Mitmachmusiker Christian Hüser musste die Jungen und Mädchen am Sonnabend auf dem Thie nicht lange bitten: Engagiert sangen und tanzten die Kinder bei „Fit wie ein Turnschuh“ und vielen weiteren Liedern von Beginn an ausgelassen mit. Ebenso fand Clown Pepe Pepolino mit seinen Späßen und Zaubertricks schnell ein begeistertes Publikum.

Auf der Bühne am Thie unterhielten Jongleurin Livia und „Pizzalero“ Jonathan von der Artistenschule aus Coswig Zuschauer aller Generationen. Dort nahmen am Sonnabend und Sonntag Ute Tegtmeyer, Gustav Schröder und viele weitere Tombolagewinner wertvolle Preise – unter anderem einen Großbildfernseher und einen Motorroller – entgegen. Schröder kam sein gewonnenes Fahrrad gerade recht. „Mein altes Fahrrad habe ich heute entsorgt, weil es kaputt war“, sagte er erfreut.

Beste Unterhaltung auf dem Thie boten die Tänzer des TSV Kirchdorf, der Tanzschule Wöbbekind und die Zumba-Sportlerinnen des baz bei mehreren Auftritten. Gekonnte Hebefiguren zeigten zudem die Artistinnen des Kinder- und Jugendzirkus.

Der Heimatchor Eckerde, der Jagdhornbläserchor Calenberg und die Chorvereinigung Hohenbostel begrüßten gestern zum Singen im Klostergarten rund 300 Zuhörer und erhielten für ihre Musik kräftigen Beifall. Viel Applaus gab es auch für den Spielmannszug der Feuerwehr Barsinghausen, der vor der Klosterkirche spielte.

Die fünfjährigen Zwillinge Marc und Morries vergnügten sich zur gleichen Zeit wie viele andere Kinder und Jugendliche in einem der Fahrgeschäfte auf Volkers Hof.

Helfer sorgen für unbeschwerte dreitägige Party

Die Spuren einer kurzen Nacht sind den Mitgliedern der Interessengemeinschaft (IG) Stadtfest gestern deutlich anzusehen gewesen. „Die maximale Schlafzeit in diesen Tagen liegt bei vier Stunden, ansonsten sind wir hier“, sagt Frank Krumfuss.

Alle 18 Angehörigen der IG sowie rund 20 weitere ehrenamtliche Helfer sind seit Mittwochabend für Barsinghausens größte Party des Jahres fast rund um die Uhr im Einsatz – vom Aufbau der Bühnen am Thie und am Rathaus bis zur Technik, der Energie- und Wasserversorgung der Stände, der Reinigung in der Nacht bis zum Abbau heute. Dabei sind sie bereits ein zum Teil seit 19 Jahren eingespieltes Team; die Aufgaben sind klar verteilt.

„Das läuft so perfekt mittlerweile, dass eins ins andere greift“, sagt Krumfuss, der seit Jahren das Kinderprogramm organisiert. Ähnlich lange erfüllt Ole Obritz die Aufgabe des Marktmeisters, vergibt die Standplätze und sammelt bei den Händlern die Gebühren ein. „Die meisten kennen das Verfahren, deshalb läuft das sehr harmonisch“, sagt er. Für die Wasseranschlüsse sorgt Andreas Dreier, während Thomas Hoff als Sicherheitsbeauftragter mit der Polizei und den Rettungsdiensten kooperiert. Spät in der Nacht kommt Michael Bauer mit seinem Reinigungsteam zum großen Kehraus. „Nachts um 2 oder 3 Uhr fangen die erst richtig an“, sagt Jürgen „Hase“ Planert, zuständig für die Bühne am Rathaus. „Die Ehepartner und Kinder kommen in diesen Tagen sicher zu kurz“, sagt Roland Seidel, der sich beim Stadtfest als „Mädchen für alles“ bezeichnet.

Ohne die vielen Helfer, allen voran IG-Vorsitzender Klaus Danner, sowie die zahlreichen Sponsoren sei das Stadtfest gar nicht möglich, betont Krumfuss. Deshalb hat er auch keinen Zweifel am Gelingen einer 44. Stadtfest-Auflage: Die Planungen dafür fangen laut Krumfuss heute beim Essen mit allen Helfern an.

Von Jörg Rocktäschel und Carsten Fricke

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