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18:55 14.03.2016
Das bisherige VSV-Führungstrio mit Gerlinde Otte (von links), Gudrun Mews und Heide Heyerhorst ist während der Jahresversammlung - die diesmal nichtöffentlich tagte - mit Präsenten verabschiedet worden.
Das bisherige VSV-Führungstrio mit Gerlinde Otte (von links), Gudrun Mews und Heide Heyerhorst ist während der Jahresversammlung - die diesmal nichtöffentlich tagte - mit Präsenten verabschiedet worden. Quelle: Privat
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Hohenbostel

Die bisherige Vorsitzende Gudrun Mews betont, dass es keinen Streit im Vorstand gegeben habe. Berufliche und persönliche Gründe hätten sie selbst und ihre beiden Stellvertreterinnen Heide Heyerhorst und Gerlinde Otte dazu bewogen, die Führungsämter aufzugeben. Intern sei bereits seit Monaten in vielen Vorgesprächen versucht worden, potentielle Nachfolger zu finden. „Leider vergeblich“, sagt Mews.

Satzungsgemäß steht nun der neugewählte Ehrenausschuss in der Verantwortung, vorerst die Geschicke des Vereins zu lenken. Dem Gremium gehören Roland John, Peter Kipper und Wolfgang Ronschke an. Das Trio steht allerdings unter Zugzwang: Gelingt es nicht in absehbarer Zeit, einen neuen geschäftsführenden Vorstand zu installieren, drohen juristische Konsequenzen bis hin zur Vereinsauflösung.
Gudrun Mews ist überzeugt davon, dass es so weit nicht kommen wird: „Es wird eine Lösung geben“, sagt sie. „Aber jetzt muss gehandelt werden.“

Der VSV ist der viertgrößte Barsinghäuser Verein. Er hat im vergangenen Jahr als einziger der großen Sportvereine die Zahl seiner Mitglieder steigern können – um knapp 20 auf 889. „Wir sind ein gesunder Verein und haben ansonsten überhaupt keine Probleme“, betont Mews. Der VSV stehe finanziell auf gesunden Füßen, „und die Sparten sind personell gut besetzt“. Mews, Heyerhorst und Otte wollen der künftigen Führung beratend zur Seite stehen. „Aber jemand anderes muss den Hut aufhaben“, sagt Mews.

Von Andreas Kannegießer