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20:53 01.02.2017
Bürgermeister Marc Lahmann (vorne links) begrüßt den neuen Ersten Stadtrat Thomas Wolf-Hegerbekermeier mit Blumen und überreicht die Ernennungsurkunde zum Beamten auf Zeit. Mit dabei (hinten, von links) die Fraktionschefs Christian Röver (Grüne), Peter Messing (SPD), Bernhard Klockow (FDP), Gerald Schroth (CDU), Bettina Klein (Aktiv für Barsinghausen) und Michael Siedler-Borker (AfD).
Bürgermeister Marc Lahmann (vorne links) begrüßt den neuen Ersten Stadtrat Thomas Wolf-Hegerbekermeier mit Blumen und überreicht die Ernennungsurkunde zum Beamten auf Zeit. Mit dabei (hinten, von links) die Fraktionschefs Christian Röver (Grüne), Peter Messing (SPD), Bernhard Klockow (FDP), Gerald Schroth (CDU), Bettina Klein (Aktiv für Barsinghausen) und Michael Siedler-Borker (AfD). Quelle: Andreas Kannegießer
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Barsinghausen

Der 49-jährige promovierte Jurist und Verwaltungswissenschaftler Wolf-Hegerbekermeier ist vom Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) an den Deister gewechselt. In der Kreisverwaltung in Detmold hatte er zuletzt die Interkommunale Rechtsagentur des Kreises geleitet und davor unter anderem auch Führungsaufgaben im Bereich Wirtschaftsförderung wahrgenommen. Der Freidemokrat Wolf-Hegerbekermeier war bereits vor rund zwei Wochen im Rahmen einer Klausurtagung der Barsinghäuser Stadtverwaltung als Beamter auf Zeit vereidigt worden. Seine Amtszeit dauert acht Jahre. So blieb Bürgermeister Marc Lahmann am Mittwoch nur, seinen Stellvertreter an der Verwaltungsspitze mit Blumen und freundlichen Worten im Rathaus an der Bergamtstraße zu begrüßen.

"Ich freue mich über die kurze Vakanz", sagte Lahmann und verwies auf das Entgegenkommen des Kreises Lippe, der Wolf-Hegerbekermeier schneller als erwartet für die neue Aufgabe freigegeben hatte. "Eigentlich hatten wir mit einem Dienstbeginn am 1. April gerechnet", sagte der Bürgermeister. Er erinnerte noch einmal an das Bewerbungsverfahren für die Führungsaufgabe, das im Herbst von einer Personalberatungsfirma begleitet worden war. Dabei hatte sich Wolf-Hegerbekermeier sehr eindeutig durchgesetzt. "Herr Wolf wird gut in unser Team passen", sagte Lahmann und verwies auf drängende Aufgaben aus dem Verantwortungsbereich des Ersten Stadtrates, die es zu bearbeiten gelte. Dazu zählen unter anderem die Schulstruktur und die weitere Entwicklung der Kinderbetreuungseinrichtungen. "Es gibt viele Themen, die auf ihn zukommen", sagte der Bürgermeister. In dem gerade erst eingerichteten E-Mail-Postfach des neuen Ersten Stadtrates hätten sich bereits mehr als 300 Mails angesammelt.

Wolf-Hegerbekermeier äußerte sich ebenfalls zufrieden, dass sein Wechsel ins neue Amt so reibungslos geklappt habe. Er werde einige Zeit brauchen, um das Barsinghäuser Rathaus und dessen Mitarbeiter kennenzulernen, sagte er. In den nächsten Tagen und Wochen will sich der neue Erste Stadtrat mit den Strukturen der Feuerwehr beschäftigen und als Verantwortlicher für den Bereich Ordnung Kontakt mit der Polizei aufnehmen, wie er erläuterte. "Ich werde mir alle Schulen anschauen und im Gespräch mit den Schulleitungen hören, wo der Schuh drückt", sagte Wolf-Hegerbekermeier. Außerdem wolle er so schnell wie möglich sämtliche Einrichtungen der Jugendarbeit und der Seniorenbetreuung besuchen. Der Erste Stadtrat lobte zudem das reiche kulturelle Leben in der Deisterstadt, wie es etwa in der Arbeit der Kunstschule Noa Noa, der Deister-Freilichtbühne oder der Kulturfabrik Krawatte deutlich werde. "Ich verstehe die Stadtverwaltung als Dienstleisterin für all diese Einrichtungen und Institutionen", sagte er. "Da findet das Leben statt, und da möchte ich meinen Beitrag leisten."

Wolf-Hegerbekermeier wünscht sich außerdem eine enge und vertrauensvolle Kooperation auch mit der Politik, wie er gegenüber den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses betonte. Die Zusammenarbeit solle "offen und transparent" sein, sagte er. Die Vertreter der Fraktionen gaben die guten Wünsche zurück. "Ich hoffe, Sie bleiben länger in Barsinghausen als Ihr Vorgänger", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing in Anspielung auf den vorherigen Ersten Stadtrat Georg Robra, der die Barsinghäuser Stadtverwaltung im September 2016 nach nur rund 20 Monaten im Amt aus persönlichen Gründen schon wieder verlassen hatte.

Von Andreas Kannegießer