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Umland Barsinghausen Nachrichten Zahl der Verkehrsunfälle sinkt
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19:10 10.03.2014
Kommissariatsleiter Achim Bense (links) und Peter Jeinsen, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, stellen die Verkehrsunfallstatistik 2013 vor. Auf der Karte sind die 13 Unfälle mit Getöteten (pinkfarbene Pfeile) und schwer Verletzten (grüne Pfeile) im Stadtgebiet gekennzeichnet.
Kommissariatsleiter Achim Bense (links) und Peter Jeinsen, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, stellen die Verkehrsunfallstatistik 2013 vor. Auf der Karte sind die 13 Unfälle mit Getöteten (pinkfarbene Pfeile) und schwer Verletzten (grüne Pfeile) im Stadtgebiet gekennzeichnet. Quelle: Carsten Fricke
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„Das ist ein schöner Trend“, sagte Peter Jeinsen, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. Dennoch kamen auch im vergangenen Jahr viele Verkehrsteilnehmer zu Schaden: 104 Menschen wurden bei Unfällen verletzt - elf von ihnen schwer und zwei von ihnen tödlich. Im Jahr zuvor lag diese Zahl allerdings noch bei 137, darunter 13 schwer und ebenfalls zwei tödlich Verletzte.

„Dabei wird deutlich, dass wir keine signifikanten Unfallschwerpunkte haben“, sagte Jeinsen mit Blick auf eine Karte, auf der er die 13 im Stadtgebiet verteilten Unfälle mit getöteten und schwer verletzten Menschen markiert hatte. Auch die Unfallursachen seien in diesen Fällen vielfältig gewesen. Sechs Mal habe eine überhöhte oder nicht dem Wetter angepasste Geschwindigkeit zum Unfall geführt. Weitere Ursachen seien unter anderem Abbiegefehler, Rotlichtverstöße, Alkohol am Steuer und Unachtsamkeit gewesen.

Im Fall des tödlichen Unfalls auf der Landesstraße 392 bei Landringhausen komme der schlechte Zustand der Fahrbahn als zusätzliche Ursache in Betracht. Diese soll nach Plänen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in diesem Jahr saniert werden. Trotz fehlender Unfallschwerpunkte hätten sich die Polizei und die Stadt auch in anderen Bereichen für Verbesserungen der Verkehrssicherheit eingesetzt, betonte Jeinsen.

Auch Unfallflucht bleibt weiter ein Thema: Bei 135 Verkehrsunfällen ermittelte die Polizei im vergangenen Jahr gegen unbekannte Verursacher (2102: 154 Fälle). Damit entfernte sich bei 22,2 Prozent der Unfälle ein Beteiligter unerlaubt vom Unfallort. In 63 Fällen konnte die Polizei den Unfallflüchtigen identifizieren. „Es lohnt sich also, auch solche Schäden anzuzeigen“, betonte Jeinsen. Aber auch die Verursacher würden solche Schäden inzwischen vermehrt bei der Polizei anzeigen, sofern sie den Geschädigten nicht am Unfallort anträfen. Dies sei auch ein Resultat der Ermittlungserfolge. Dennoch gebe es vermutlich eine hohe Dunkelziffer nicht gemeldeter Unfallfluchten, sagte Jeinsen.

Einen Anstieg registrierte die Polizei bei Verkehrsteilnehmern unter Alkoholeinfluss mit 51 im Vergleich zu 35 im Jahr zuvor, während die Zahl der kontrollierten Fahrer unter Drogeneinfluss mit 11 gleich blieb.

Die Zahl an Unfällen beteiligter Radfahrer sank dagegen von 27 auf 19, die Zahl der beteiligten Fußgänger war mit zehn stabil. 258 Mal sprachen Polizisten zudem Verwarngelder gegen Radfahrer aus. Bei Kraftfahrzeugfahrern ahndete die Polizei 596 Geschwindigkeitsübertretungen sowie 329 Abbiege- und 430 Vorfahrtverstöße.

Carsten Fricke

Andreas Kannegießer 09.03.2014
Andreas Kannegießer 09.03.2014
Andreas Kannegießer 09.03.2014