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Barsinghausen Freiwillige Sammler sind entsetzt über große Müllmengen in der Feldmark
Umland Barsinghausen

Nordgoltern/Holtensen: Freiwillige Sammler sind entsetzt über illegal entsorgten Müll in der Feldmark

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19:01 09.03.2020
Die jüngsten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Holtensen sind beim Müllsammeln mit großem Eifer bei der Sache. Quelle: Privat
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Nordgoltern/Großgoltern/Holtensen

In vielen Bereichen des Barsinghäuser Stadtgebiets wird immer häufiger Sperrmüll und Unrat aller Art entsorgt – sowohl in der Feldmark als auch außerhalb der Ortschaften. Das haben die freiwilligen Müllsammler bei der vom Abfallentsorger Aha unterstützten Aktion Der große Rausputz am Wochenende festgestellt. Sowohl in Holtensen als auch in Groß- und Nordgoltern waren größere Gruppen ehrenamtlicher Helfer unterwegs, um Wege und Feldränder zu reinigen. Dabei fielen so große Mengen illegal entsorgten Mülls an, dass Heinrich Blume vom Realverband Nordgoltern von einem „erschreckenden Ergebnis“ spricht.

Mehr als drei Kubikmeter Müll aller Art haben die Helfer aus Groß- und Nordgoltern rund um die beiden Dörfer gesammelt. Quelle: Privat

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Rund um Goltern hatten die beiden Realverbände aus Nord- und Großgoltern die Sammelaktion organisiert. Mit von der Partie waren außerdem Helfer aus den Feuerwehren, dem Schützenverein Nordgoltern, der Jagdgenossenschaft, dem Landvolk und dem CDU-Ortsverband. „Leider haben uns keine Helfer aus den Naturschutzverbänden unterstützt“, bedauert Blume. Das rund 30-köpfige Golterner Sammelteam kontrollierte rund 20 Kilometer Feldwege, zwei Kilometer Wanderwege und 25 Kilometer Gräben rund um die beiden Ortschaften. Am Ende der Sammelaktion fielen mehr als drei Kubikmeter Müll in rund 30 Säcken an – außerdem eine Autobatterie, ein PC-Monitor und eine größere Menge Hausmüll, der am Esseler Hof entsorgt worden war.

Als Dank für die Helfer wurde zum Abschluss am Feuerwehrhaus Nordgoltern gegrillt. Dabei formulierten die Beteiligten angesichts der großen Müllmenge einen Appell an die Verursacher der Verschmutzungen: „Liebe Mitbürger, nehmt doch bitte euren Müll wieder mit nach Hause und verschandelt nicht unsere Natur.“

Sperrmüll ist besonderes Ärgernis

Sehr ähnlich sind die Erfahrungen der Rausputzhelfer in Barsinghausen-Holtensen, wo die Müllsammelaktion von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert worden war. Mehr als 45 Helfer aus mehreren Abteilungen der Feuerwehr und Bürger aus dem Ort seien dem Aufruf zum Mitmachen gefolgt, berichtet Ortsbrandmeister Karsten Sieveritz.

Die Müllsammler konzentrierten sich vor allem auf die Ortsränder und den Pendlerparkplatz an der Landesstraße 392. Dort sei besonders viel Müll entdeckt worden, teilt Sieveritz mit. Ein großes Ärgernis sei der ständig illegal entsorgte Sperrmüll an der Allee zum Hof der Familie Jaeschke und in den Gräben an der Landesstraße in Richtung Groß Munzel.

Gruppenbild mit Dutzenden Müllsäcken: Das freiwillige Helferteam aus Holtensen ist stolz auf die große Menge von Abfall aller Art, der rund um die Ortschaft eingesammelt worden ist. Quelle: Privat

Obwohl der Abfallentsorger Aha und der städtische Baubetriebshof nahezu ständig mit der Beseitigung von Sperrmüll in der Feldmark beschäftigt sind, blieb genug zu tun für die freiwilligen Sammler. Am Ende waren mehr als 40 rosa Abfallsäcke verschiedener Größen prall mit Müll gefüllt. Wie in jedem Jahr sei auch wieder Sondermüll in Form von gefüllten Altölkanistern und weiteren Kanistern mit unklarem Inhalt gefunden worden, berichtet Ortsbrandmeister Sieveritz. Auffällig sei auch der hohe Anteil an Plastikverpackungen und Plastikgegenständen. „Hier wird sicherlich auch der Wegfall der orangen Tonnen zu einem weiteren Anstieg dieser illegal entsorgten Mengen führen“, ergänzt er. Auch für die großen und kleinen Helfer in Holtensen gab es zum Abschluss einen Imbiss am Feuerwehrhaus zum Dank.

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Von Andreas Kannegießer

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