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Barsinghausen Ortsrat Ihme-Roloven macht Druck beim Thema Toiletten
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Ronnenberg: Ortsrat Ihme-Roloven macht Druck beim Thema Toiletten und fordert Planungsbeginn noch in diesem Jahr

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07:30 29.01.2020
Sieht nicht nur alt aus: Die Toiletten am Dorfgemeinschaftshaus funktionieren auch nicht. Quelle: Uwe Kranz
Ihme-Roloven

Eigentlich hätte der Tagesordnungspunkt für den Ortsrat Ihme-Roloven ganz unspektakulär verlaufen können. Zu Beginn des Jahres gibt es nur wenig Aufregendes zu diskutieren im Doppeldorf. Und auch der zu besprechende Haushaltsentwurf der Stadt Ronnenberg für 2020 hat im Großen und Ganzen für Ihme-Roloven keine Besonderheiten zu bieten – doch gerade das wurmt Torsten Baasner von der SPD. Er monierte, dass im Etat noch immer keine Mittel für die Sanierung der Toiletten am Dorfgemeinschaftshaus vorgesehen sind und stellte den Antrag, das zu ändern.

Großer Rückhalt aus den Vereinen

Der Rückhalt für Baasner ist groß. Gleich mehrere Vereine hatten Abgesandte in die Sitzung des Ortsrates geschickt, um Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms, die den Etatentwurf zu verantworten hat, die unhaltbare Situation bei Veranstaltungen mitzuteilen: Das in die Jahre gekommene Rohrsystem kollabiert regelmäßig, sobald eine größere Anzahl Menschen die Toiletten nutzen will. „Das haben wir alle schon erlebt“, räumte Harms ein, und ebenso, dass das Problem seit vielen Jahren bekannt sei. Es betreffe auch das benachbarte Feuerwehrhaus. Ortsbürgermeister Hans-Hermann Fricke (CDU) erklärte gar, seit seiner Schulzeit habe sich an den Toiletten nichts mehr getan.

„Das Thema brennt uns schon lange unter den Nägeln“, sagte Fricke. „Wir hatten gehofft, dass uns im Haushalt die finanziellen Mittel endlich zur Verfügung gestellt würden. Das ist aber wohl nicht so“, meinte er enttäuscht.

Die aktuellen Planungen fasste Stadtkämmerer Frank Schulz für die Anwesenden zusammen. Demnach soll zunächst eine Analyse der Rohrleitungen ergeben, wie die Abwässer im Bereich des Dorfplatzes geführt und zusammengeleitet werden. Erst dann könne darüber entschieden werden, wie die Sanierung angelegt werden könne. Für die Analyse seien die nötigen finanziellen Mittel im Haushalt berücksichtigt, erklärte der Kämmerer. „Man kann nicht sagen, dass nichts geschieht“, fasste Harms zusammen.

Vereine mieten Toilettenwagen für Veranstaltungen an

Baasner ist das zu wenig. Einerseits betonte er, dass es nicht allein um eine Sanierung der Toiletten, sondern auch um einer Erweiterung der entsprechenden Räume gehe. Andererseits forderte er, dass in den Haushalt für 2020 bereits Mittel für die auf die Leitungsanalyse folgenden Planungsarbeiten eingestellt werden oder ein Architekt der Stadt erste Planungsschritte und Kostenschätzungen vornimmt. Die Planung müsse dieses Jahr beginnen.

Die Vereinsvertreter nannten indes konkrete Termine, zu denen sie sich funktionierende Aborte wünschen. So sind im Mai Feiern des Scheunenvereins und des Musikzuges geplant. Musikzugsprecher Heiner Schild berichtete, dass seine Gruppierung in der Vergangenheit häufig Toilettenwagen gemietet hat, um die Probleme zu umgehen. Die Kosten dafür lagen jeweils bei rund 200 Euro, sagte Schild.

Schulz machte den Anwesenden keine großen Hoffnungen. Er könne nicht garantieren, dass die Verwaltung Kapazitäten dafür frei habe, einen Architekten zur Kostenschätzung abzustellen. Bis zu den Terminen im Mai glaube er zudem nicht, dass die Toiletten den Zustand erreichen, den sich die Vereinsvertreter erhoffen.

Ortsbürgermeister Fricke unterstrich die Dringlichkeit, die der Vorgang aus Sicht der Dorfbewohner inzwischen erreicht habe. „Wären diese sanitären Anlagen Teil einer Gastronomie, dann würde der Betrieb morgen geschlossen werden“, stellte er fest. Der Ortsrat stimmte dem Haushaltsentwurf unter der Berücksichtigung des SPD-Antrags einstimmig zu.

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Von Uwe Kranz

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