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Barsinghausen Klare Regeln sollen Vandalismus an Jugendtreffpunkten eindämmen
Umland Barsinghausen

Vandalismus in Barsinghausen: Präventionsrat schlägt klare Regeln an Jugendtreffpunkten vor

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18:18 29.10.2019
Jugendpfleger Björn Wende erläutert im Präventionsrat mit der stellvertretenden Vorsitzenden Silvia Bethe die Konzepte einer städtischen Arbeitsgruppe für Gewaltprävention und Sicherheit im öffentlichen Raum. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Vandalismus und Lärmbelästigungen an informellen Treffpunkten zumeist junger Menschen im öffentlichen Raum stellen seit rund zwei Jahren ein wachsendes Problem in Barsinghausen dar – darauf hat Jugendpfleger Björn Wende in der Sitzung des kommunalen Präventionsrates am Montagabend hingewiesen. Erste Konzepte der Stadtverwaltung zur Gewaltprävention und für mehr Sicherheit liegen laut Wende mittlerweile vor. Der Präventionsrat sprach sich einstimmig dafür aus, diese Konzepte umzusetzen.

Nach Angaben des Jugendpflegers gehören insbesondere Schulhöfe und Spielplätze zu den informellen Jugendtreffs. Zuletzt habe es „relativ viel Vandalismus“ vor allem auf dem Gelände der Goetheschule-KGS sowie der Wilhelm-Stedler-Schule gegeben. Eine Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung mit Vertretern der Fachdienste für Schule, Ordnungswesen und Jugend entwickelte laut Wende einige Lösungsvorschläge, die inzwischen der Verwaltungsleitung zur Entscheidung vorliegen.

Jugendliche nicht ausgrenzen

Zu den Überlegungen gehören zum Beispiel bauliche und sicherheitstechnische Schritte auf den Schulhöfen. Zuletzt sei es in den Abendstunden und am Wochenende vor allem an der Goetheschule zu Vandalismus gekommen. „Als Gegenmaßnahmen ließen sich bestimmte Bereiche einzäunen, besser ausleuchten oder sogar mit Kameras überwachen“, erläuterte Björn Wende, der jedoch auch seine persönliche Skepsis deutlich machte: „Ich selbst bin nicht so sehr der Freund davon, Zäune zu ziehen und junge Menschen auszugrenzen.“

Mehr Erfolg verspricht sich der Jugendpfleger von pädagogisch-präventiven Ansätzen. Zuletzt haben die Straßensozialarbeit und die dezentrale Jugendarbeit im Stadtgebiet aus personellen Gründen brach gelegen. Beide Stellen seien zur Neubesetzung ausgeschrieben, um die vorbeugende Streetwork-Arbeit wieder mit neuem Schwung zu versehen. „Dazu gehört unter anderem auch der Mitternachtssport“, betonte Wende.

Kontrolleinsätze denkbar

Um Vandalismus und Lärmbelästigung wirksam entgegenzutreten, seien auch Kontrolleinsätze von städtischen Mitarbeitern oder von Sicherheitsdiensten denkbar – etwa bei unangemeldeten Grillfesten oder Partys junger Erwachsener und ganzer Familien auf dem Abenteuerspielplatz Klein Basche. Wichtig sei zudem eine öffentliche Aufmerksamkeit. „Manchmal hilft es, wenn sich die Leute über solche Vandalismusschäden bewusst werden“, sagte der Jugendpfleger.

Für die Mitglieder des kommunalen Präventionsrates geht es bei diesen Ansätzen nicht um eine Verdrängung der Jugendlichen, sondern um klare Regelungen. Diese sollten zeit- und jugendgemäß sein – und zum Beispiel auch aufzeigen, was jungen Menschen ausdrücklich erlaubt ist.

Appell: Konzept umsetzen

„Die Vorschläge aus der städtischen Arbeitsgruppe gehen in die richtige Richtung“, sagte Ludger Westermann, Leiter des Polizeikommissariats Barsinghausen und Mitglied der Kompetenzgruppe Gewalt im Präventionsrat. Der kommunale Präventionsrat stehe hinter diesen Vorschlägen und rufe die Verwaltungsspitze dazu auf, das Konzept umzusetzen.

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Von Frank Hermann

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