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Barsinghausen Historische Mühlentechnik fasziniert Hunderte von Besuchern
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Wichtringhausen: Historische Mühlentechnik fasziniert Hunderte von Besuchern

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15:55 11.06.2019
Rundfahrten auf einem Wagen hinter einem historischen Trecker kommen beim Mühlentag in Wichtringhausen gut an. Quelle: Andreas Kannegießer
Wichtringhausen

Die Mitglieder des Mühlenvereins Windmühle Wichtringhausen hatten am Pfingstmontag wieder allen Grund zum Strahlen: Am bundesweit begangenen Mühlentag war das Gelände rund um die historische Galerie-Holländer-Windmühle wiederum Anziehungspunkt für viele Hundert Gäste aus der gesamten Region. Die 193 Jahre alte Windmühle stand allen Interessierten zur Besichtigung offen. Auf dem Areal rundum gab es in bewährter Art und Weise allerlei zusätzliche Attraktionen.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr etwa hatten eine Spielstation aufgebaut, an denen sich die jüngsten Besucher beim Wasserspritzen auf eine Büchsenpyramide beweisen konnten. Der Mühlenverein war mit seinem mobilen Steinbackofen präsent. Schon zur Halbzeit der Veranstaltung hatten der stellvertretende Mühlenvereinsvorsitzende Karl-Heinz Kasch und sein Team die 96 vorbereiteten Brote und zehn Bleche Zwiebelkuchen verkauft. Wer am Nachmittag noch eine Spezialität aus dem Ofen genießen wollte, musste mit Brezeln vorlieb nehmen.

Alte Trecker werden immer beliebter

Für zünftiges historisches Ambiente beim Mühlentag sorgten die Mitglieder des Treckerclubs Samtgemeinde Bad Nenndorf sowie weitere Treckerfans aus Degersen. Mehr als 40 Oldtimer-Trecker und Arbeitsgeräte auf der Wiese hinter der Mühle waren von den Besuchern zeitweise dicht umlagert. Emanuel Tobschirbel hatte seinen Hanomag-Ackerschlepper von 1951 dabei – ein für damalige Verhältnisse besonders leistungsstarkes Fahrzeug, das zumeist von Bauern mit viel Landbesitz eingesetzt wurde. Tobschirbel hat zudem ein besonders lange währendes Verhältnis zur Wichtringhäuser Windmühle. „Ich habe schon als Kind vor mehr als 60 Jahren geholfen, Korn zum Mahlen hier zur Mühle zu bringen“, erinnerte er sich.

Die Beschäftigung mit alten Treckern und Arbeitsgeräten wird als Hobby immer beliebter, wie die steigende Mitgliederzahl der Treckerfreunde beweist. Einer der neueren Aktiven ist der Hohenbosteler Rolf Franke, der in Wichtringhausen seinen 1956 von der Firma Lanz gebauten sogenannten Geräteträger präsentierte. Das Fahrzeug besitzt eine kippbare Pritsche, kann aber auch mit anderem Zubehör betrieben werden. Franke hat das historische Fahrzeug vor rund einem Jahr bei einem Sammler in Hessen erstanden. „Für den Ruhestand muss man etwas zu tun haben“, erläuterte er den Hintergrund seines neuen, zusätzlichen Hobbys.

Verein muss noch Geld für Reparatur sparen

Das beim Mühlenfest eingenommene Geld nutzt der Mühlenverein für die weitere Sanierung des alten Galerie-Holländers. Erst im vergangenen Jahr hatten Verein und Eigentümer für rund 30.000 Euro den sogenannten Windbalken aus Eichenholz in der drehbaren Windkappe erneuern lassen. Die Erwartung, dass dies für einige Jahre die letzte große Reparaturmaßnahme sein werde, hat sich allerdings nicht erfüllt. „Nun ist der Windrosenbock abgängig und muss erneuert werden“, berichtete Karl-Heinz Kasch. Dieser sogenannte Bock ist das hölzerne Gestell, das die Windrose auf dem Dach der Windmühle hält. Experten hätten zum Komplettaustausch geraten. Die Arbeiten sind wiederum mit großem Aufwand verbunden und können nur mithilfe zweier Autokrane ausgeführt werden. Der Mühlenverein rechnet erneut mit Kosten von rund 30.000 Euro. „Die Hälfte dieser Summe fehlt uns aber noch“, sagte Kasch. So könne die Reparatur noch nicht in diesem Jahr und vermutlich auch noch nicht 2020 in Auftrag gegeben werden.

Von Andreas Kannegießer

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